SZ am Abend:Nachrichten am 20. Oktober 2021

09.09.2021 , Duisburg , Diskussionsrunde mit den Bundestagskandidaten Thomas Mahlberg (CDU) , Bärbel Bas (SPD) und Lamya

Seit 2009 im Bundestag, sie vertritt den Wahlkreis Duisburg I: Bärbel Bas, 53.

(Foto: Christoph Reichwein/Imago Images)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Nadja Tausche

Nach der Bundestagswahl

Bärbel Bas soll Bundestagspräsidentin werden. Die SPD-Fraktionsspitze will die 53-Jährige aus Nordrhein-Westfalen für die Nachfolge von Wolfgang Schäuble nominieren. Bas zog 2009 in den Bundestag ein und ist seit 2019 im Fraktionsvorstand der Sozialdemokraten. Im Gespräch für das Amt war auch SPD-Fraktionschef Mützenich - weil dann allerdings alle höchsten Staatsämter mit Männern besetzt wären, regte sich Widerstand unter anderem bei den SPD-Frauen. Die Personalie muss nun noch von der Fraktion bestätigt werden, dann könnte Bas am kommenden Dienstag bei der konstituierenden Sitzung des Parlaments gewählt werden. Zum Artikel

Streit um Nord Stream 2 erreicht die Ampel. Unmittelbar vor Beginn der Koalitionsverhandlungen plädiert die Grünen-Chefin Baerbock dafür, der fertiggestellten Pipeline keine Betriebsgenehmigung zu erteilen. Klar ist, dass die Kontroverse die drei Parteien in den Koalitionsverhandlungen beschäftigen wird: Von der SPD wurde das Vorhaben immer unterstützt, die Grünen lehnen die Pipeline ab. Die FDP sieht sie zumindest skeptisch. Zum Artikel

Nachrichten kompakt

Weidmann tritt als Chef der Bundesbank zurück. Nach fast elf Jahren an der Spitze legt der Volkswirt das Amt zum Jahresende überraschend nieder. Für seine Entscheidung führt Weidmann persönliche Gründe an. Der 53-Jährige gilt als Verfechter einer strengen Geldpolitik und sagt, Europa dürfe die Inflationsgefahr nicht vernachlässigen. Bei mehreren geldpolitischen Grundsatzentscheidungen positionierte sich Weidmann gegen die Europäische Zentralbank. Zum Artikel

Seehofer will Kontrollen an der Grenze zu Polen verstärken. Allein im Oktober sind an der Grenze zwischen Deutschland und Polen etwa 3000 unerlaubte Einreisen registriert worden. Unter den Schutzsuchenden sind viele Menschen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Iran. Um gegen illegale Grenzübertritte vorzugehen, will Bundesinnenminister Seehofer nun die Zusammenarbeit mit der Regierung in Warschau vertiefen: Unter anderem schlägt er vor, die Präsenz der Bundespolizei deutlich zu erhöhen. Belarus wirft er vor, Migranten als politische Waffe einzusetzen. Zum Artikel

Betreiber von Testzentren wegen Betrugsverdacht angeklagt. Massen-Schnelltests sollten in der Corona-Pandemie helfen, das Virus zu bekämpfen und den Menschen im Lande wieder mehr Freiheiten zu geben. Allerdings sorgte der Staat nicht für Kontrollen der Teststationen - mehrere Betreiber gerieten unter Betrugsverdacht. Jetzt liegt eine erste Anklage vor: Ein Betreiber von Testzentren soll 25 Millionen Euro vom Staat ergaunert haben. Zum Artikel

Razzia bei mutmaßlich rechtsextremer Gruppierung "Berserker Clan". Die Polizei geht in mehreren Bundesländern gegen eine mutmaßlich rechtsextreme Gruppierung vor. Die bundesweit agierende Vereinigung "Berserker Clan" soll sich auf einen "Tag X" und einen Aufstand vorbereitet haben. Bei Durchsuchungen von insgesamt 14 Gebäuden beschlagnahmen Polizisten unter anderem Schusswaffen, Munition, Hieb- und Stichwaffen sowie Betäubungs- und Dopingmittel. Zum Artikel

Ex-Bundeswehrsoldaten wollten private Kriegstruppe gründen. Zwei frühere Fallschirmjäger der Bundeswehr wollten laut Bundesanwaltschaft eine private Kriegstruppe gründen und befehligen. Die Söldner hätten in den Bürgerkrieg im Jemen eingreifen sollen. Bei der Bundeswehr sind sie schon lange nicht mehr - dennoch nimmt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ihre Pläne sehr ernst und ließ die beiden Männer von Spezialkräften der Bundespolizei aufgreifen. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen des Tages:

Das hat heute viele interessiert

Nach Gutsherrenart. Dirk Ippen ist ein Verleger, dem es schon immer mehr um Geld als um Inhalte ging. Nun hat er eine Enthüllungsgeschichte über Springer verhindert. Der Schaden ist groß, nicht nur für ihn. Zum Artikel

Ein Armutszeugnis für das SOS-Kinderdorf. Der Verein nimmt Millionen an Spenden ein und will Mädchen und Jungen aus prekären Verhältnissen eine gute Zukunft schenken. Doch die Berichte ehemaliger SOS-Kinder sind alarmierend. Zum Kommentar

Die Stoppeln des Niedergangs. Der Kabarettist Gerhard Polt bekommt den Bayerischen Verdienstorden. Nicht der Rede wert. Sagt er selbst sogar. Eine eingehende Betrachtung verdienen aber die Veränderungen im Gesicht des Ministerpräsidenten, der ihm die Auszeichnung überreicht. Zum Kommentar

Zu guter Letzt

"Mein geliebter kleiner Schatz". Edward VIII. war ein Mann, der sich mit dem Lieben auskannte. Nun wird ein Liebesbrief von ihm versteigert. Zum Artikel

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