SZ am Abend:Nachrichten am 16. November 2021

Lesezeit: 3 min

Ministerpräsident Hendrik Wüst

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat am Dienstag nach einer Kabinettssitzung im Freizeitbereich Zugangsbeschränkungen für Erwachsene angekündigt, die nicht geimpft oder genesen sind.

(Foto: dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Kassian Stroh

Das Wichtigste zum Coronavirus

2 G kommt auch in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Wegen stark steigender Corona-Zahlen führen zunehmend Bundesländer im Freizeitbereich Zugangsbeschränkungen für Erwachsene ein, die nicht geimpft oder genesen sind. In NRW kündigte Ministerpräsident Wüst (CDU) an, in besonders sensiblen Bereichen solle sogar 2 G plus gelten - das heißt: Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen aktuellen, negativen Corona-Test vorlegen. Dies betreffe unter anderem Karnevalssitzungen. Zu den Corona-Meldungen

EXKLUSIV Ein Ultimatum von nur einem Tag. Als Schutzkleidung rar war, nutzte die Münchner PR-Unternehmerin Andrea Tandler ihre CSU-Verbindungen und bot dem Staat Schutzmasken zu knallharten Konditionen an. Unterlagen zeigen, wie dreist sie und die Lieferanten der Firma Emix dabei vorgingen. Dahinter stehen Schweizer Jungmillionäre mit großen Sprüchen, die später Probleme hatten, alle Zusagen zu erfüllen. Zum Artikel (SZ Plus)

Nachrichten kompakt

Hackerangriff aus Belarus auf deutsche Abgeordnete. Die Truppe "Ghostwriter", die es Anfang des Jahres auch auf Vertreter des Bundestags und mehrerer Landtage abgesehen hatte, sitzt offenbar in Minsk. Das geht aus einem Bericht der US-amerikanischen IT-Sicherheitsfirma Mandiant hervor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Europa muss sich neben Russland wohl auf einen neuen Gegner im Cyberkrieg einstellen. Zum Artikel (SZ Plus)

Netzagentur stoppt Genehmigung von Nord Stream 2. Weil die Betreibergesellschaft der Gas-Pipeline von Russland nach Deutschland nicht unabhängig genug ist, setzt die Bundesbehörde das Verfahren auf unbestimmte Zeit aus. Gazprom bleibt nun nicht viel Zeit, eine juristisch wasserdichte Lösung zu finden. Sollte die Röhre illegal in Betrieb genommen werden, will die Netzagentur ein Bußgeld verhängen. Zum Artikel

Macht von Polens Justizminister ist unvereinbar mit EU-Recht. Erneut beschäftigt sich der Europäische Gerichtshof mit den umstrittenen Justizreformen in Polen. Und erneut urteilt er gegen die dortige Regierung: Es sei unzulässig, dass der für die Justiz zuständige Minister zugleich Generalstaatsanwalt sei, Richter nach freiem Ermessen an höhere Strafgerichte abordnen und eine solche Abordnung jederzeit beenden könne. Zum Artikel

Erstes Gericht verbietet Negativzinsen. Das Berliner Landgericht erklärt das Verwahrentgelt der Sparda-Bank Berlin für unwirksam. Sie soll alle zu Unrecht kassierten Beträge zurückzahlen. Es ist das erste derartige Urteil in Deutschland. Die Sparda-Bank kündigte an, dagegen in Berufung zu gehen. Sollten die höheren Instanzen den Richterspruch bestätigen, hätte das gewaltige Folgen für Banken und Sparkassen. Denn viele von ihnen berechnen ihren Kunden das Verwahrentgelt auf eine ähnliche Weise. Zum Artikel (SZ Plus)

Trümmerteile gefährden die ISS. Russland räumt ein, einen eigenen Satelliten abgeschossen zu haben. Wegen der Trümmerteile wurden Teile der Internationalen Raumstation ISS vorübergehend evakuiert. Die amerikanische und die europäische Raumfahrtorganisation üben heftige Kritik. Zum Artikel

Amnesty wirft WM-Ausrichter Katar Ausbeutung vor. Das arabische Emirat und die Vertreter des Fußballs betonen gerne, dass es in Sachen Arbeiterrechte vorangehe. Dem widerspricht nun der neueste Report von Amnesty International: Es gebe keine Fortschritte, "alte missbräuchliche Praktiken" seien sogar wieder aufgetaucht. Die Rede ist auch von "Ausbeutung in massivem Ausmaß". Zum Artikel

Weitere wichtige Themen des Tages:

Bundestagswahl 2021

Koalitionsvertrag soll nächste Woche fertig sein. Die Generalsekretäre von SPD, FDP und Grünen betonen die konstruktive Atmosphäre in den Gesprächen. Alle drei zeigen sich zuversichtlich, dass eine neue Regierung bis zur Nikolauswoche steht. Selbst bei der Impfpflicht für bestimmte Gruppen deutet sich eine Einigung an. Zum Artikel

Merz versucht es im dritten Anlauf. Der frühere Unions-Fraktionschef im Bundestag erklärt offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz. Für das Amt des Generalsekretärs schlägt er eine ungewöhnliche Teamlösung vor: Der frühere Berliner Sozialsenator Mario Czaja soll das Amt bekommen, ihm will Merz die baden-württembergische Kommunalpolitikerin Christina Stumpp als Stellvertreterin zur Seite stellen. Zum Artikel

Das hat heute viele interessiert

Wenn gefühlte Wahrheiten auf Fakten treffen. Natürlich hätte man sich einen der Ampel-Verhandler gewünscht. Aber die Corona-Diskussion bei Frank Plasberg wird trotzdem interessant. Weil eine Teilnehmerin mit ihren kruden Ansichten alle anderen gegen sich aufbringt. Zum Artikel

Ein Balkon im Gegenwert eines Autos. Die Immobilienpreise steigen weiter rasant. In München zum Beispiel kostet ein Quadratmeter inzwischen fünfstellig. Noch schneller wird es aber woanders teurer. Zum Artikel

"Ich habe mich dann beworben, um gezielt ihn kennenzulernen". Melina Katharina Braun ist Kandidatin bei "Bauer sucht Frau". Viele Menschen im Netz nahmen ihr einen Satz übel, den sie in der Sendung sagte. Warum sie ihre Teilnahme dennoch nicht bereut. Zum Interview (SZ Plus)

Zu guter Letzt

Dieser Typ ist ein Popstar in China - und wusste es nicht. Als ein Düsseldorfer Musiker plötzlich Nachrichten aus China bekommt, ist sein Song "Not Angry" dort längst ein Hit - dank Tiktok. Wie geht das? Zum Artikel auf jetzt.de

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