Krieg in NahostAuswärtiges Amt rät von Reisen nach Kuwait und Bahrain ab

Kuwaits Premierminister Sheikh Ahmad al-Abdullah al-Sabah (2. v. r.) besichtigt den beschädigten Flughafen nach einem iranischen Angriff in Kuwait-Stadt.
Kuwaits Premierminister Sheikh Ahmad al-Abdullah al-Sabah (2. v. r.) besichtigt den beschädigten Flughafen nach einem iranischen Angriff in Kuwait-Stadt.
Kuwait News Agency/AFP

Als Grund führt das deutsche Außenministerium die iranischen Luftangriffe am 3. Juni an, bei denen eine Militärbasis der USA in Bahrain attackiert und der internationale Flughafen in Kuwait beschädigt wurden.

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Wichtige Updates
Huthi: Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien
Kampf ums Rote Meer: Jemenitische Truppen melden Erfolge 
Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien
Erneute Meldung über Tankerangriff
Berichte: Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa
Anna Schimpp

Huthi: Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen hat eigenen Angaben zufolge mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Darunter seien der internationale Flughafen in Riad, eine Aramco-Raffinerie in Rabigh, der internationale Flughafen Abha und der Militärstützpunkt Chamis Muschait. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien gab es nicht.

Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei haben die rasche Verlegung gemeinsamer Truppen nach Saudi-Arabien beschlossen. Dies teilten die drei Länder am Montag in einer vom pakistanischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit. Die Entscheidung sei bei einem Dringlichkeitstreffen der sogenannten Mekka-Verteidigungsallianz in Riad getroffen worden. Die Umsetzung erfolge im Rahmen der nationalen Gesetze der drei Staaten. Der saudi-arabische Verteidigungsminister erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, das Treffen habe die Solidarität und Einheit der Länder im Angesicht der abscheulichen Angriffe auf das Königreich und die heiligen Stätten bekräftigt.

Auslöser für das Treffen war ein Vorfall in der vergangenen Woche. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition in Jemen hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die mit Iran verbündeten Huthi eine Stromverteilerstation in der saudi-arabischen Stadt Medina angegriffen hätten. Diese Anlage versorgt die Prophetenmoschee, eine der heiligsten Stätten des Islam, mit Elektrizität. 
Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei hatten im August das gemeinsame Mekka-Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Darin ist festgelegt, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland als Angriff auf alle gewertet wird. Konkrete militärische Verpflichtungen waren bei der Bekanntgabe des Paktes im Sommer jedoch nicht genannt worden. 
Ulrike Putz

Erneut Angriffe auf Schiffe in Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist einem Bericht zufolge erneut ein Tanker unter Beschuss geraten. Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X unter Berufung auf den Kapitän. Das Schiff wurde demnach am Abend (MESZ) von einem unbekannten Projektil getroffen. In der Folge sei ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen. Informationen über Verletzte gab es laut der UKMTO-Meldung zunächst nicht.
UKMTO meldete am Montag zudem mehrere Vorfälle aus den Vortagen nach. Demnach wurde am Samstag ein Tanker mit Rohöl oberhalb der Wasserlinie von einem unbekannten Geschoss getroffen. Am Sonntag sei ebenfalls ein Öltanker von unbekannten Geschossen getroffen worden. Nur rund zwei Stunden davor sei ein Flüssiggastanker getroffen worden. 
Am Montag sei zudem ein Schiff, das auf der Einfahrt in die Straße von Hormus unterwegs war, von den iranischen Revolutionsgarden angewiesen worden, umzukehren, andernfalls würde das Schiff zum Ziel eines Angriffs. Der Kapitän des Tankers habe bestätigt, dass der Anweisung Folge geleistet wurde. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am Montagabend, insgesamt sei Iran in den vergangenen sieben Tagen gegen 13 Schiffe vorgegangen.
Anna Schimpp

Kampf ums Rote Meer: Jemenitische Truppen melden Erfolge 

Nach Beginn einer Großoffensive gegen die Huthi-Miliz melden die Streitkräfte der international anerkannten Regierung Jemens die Einnahme strategisch wichtiger Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab. Der Sprecher der Regierungstruppen, Madschid al-Nasli, erklärte, die Streitkräfte hätten die Kontrolle über das Gebiet rund um die Meerenge im Südwesten des Landes sowie den Flughafen der Stadt Dhubab übernommen. Hunderte Huthi-Kämpfer seien eingekesselt worden. Nach Militärangaben begann auch eine Offensive auf die Hauptstadt Sanaa. 

Die von den Huthi kontrollierte Nachrichtenagentur Saba dementierte die Berichte. Sie sprach von einem Versuch, Misserfolge und wiederholte Niederlagen zu vertuschen.

Der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition in Jemen, Turki al-Malki, schrieb auf der Plattform X, die Koalition leiste den jemenitischen Streitkräften am Boden rund um die Uhr Luftunterstützung. Rund 100 Kampfflugzeuge seien Einsätze geflogen. Seit Beginn der Operation seien 324 besonders wichtige Ziele zerstört worden. Eine unabhängige Prüfung aller Angaben ist derzeit nicht möglich. 
Der Ort Dhubab gilt aufgrund seiner Lage als Kontrollpunkt für den südlichen Zugang zum Roten Meer. Die umliegenden Höhenzüge und Küstenabschnitte ermöglichen die Überwachung des zivilen Schiffsverkehrs sowie Angriffe mit Drohnen und Raketen. Die Region ist deshalb zwischen den Huthi und den Truppen der anerkannten Regierung hart umkämpft. Ziel der am Sonntag gestarteten Militäroperation ist nach Aussage von Rashad al-Alimi, dem Vorsitzenden des Präsidialen Führungsrats, die vollständige Rückeroberung aller von der Huthi-Miliz besetzten Gebiete.
Carim Soliman
Carim Soliman

Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Ein Huthi-Sprecher teilte auf Telegram mit, die Gruppe habe zwei Standorte des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Riad sowie im Gebiet von Churais mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung des Konzerns für Treffer liegt bislang nicht vor.
Der Sprecher begründete den Beschuss mit vorherigen Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Die Angriffe auf die Hauptstadt Sanaa in der Nacht zu Sonntag reklamierte das von Saudi-Arabien unterstützte Militär der jemenitischen Regierung für sich. 
Die Huthi-Miliz beschießt im Zuge einer Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. 
Zuletzt setzten Huthi-Angriffe auf Ölanlagen und eine wichtige saudische Pipeline die Regierung in Riad zunehmend unter Druck. Zudem wollen die Huthi die Durchfahrt saudischer Öltanker durch die Meerenge Bab al-Mandab verhindern, um dem ölreichen Königreich Exporte nach Asien zu erschweren.

Barbara Klimke

Erneute Meldung über Tankerangriff

Ein Rohöltanker ist einem Bericht zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Das Schiff sei auf der Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen worden, berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nahe der nördlichen Spitze des Oman, wo die Enklave Musandam in die Meerenge hineinragt. Das Schiff sei zum Zeitpunkt weniger als acht Kilometer von der Küste entfernt gewesen, heißt es. Die Straße von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Iran und den USA geworden. In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Wasserstraße war erst am Vortag ein Schiff beschossen worden.
Luzia Geier
Luzia Geier

Bericht: Schiff in Straße von Hormus unter Beschuss

Ein Tanker ist einem Bericht zufolge beim Durchfahren der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, brach ein Feuer aus. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden. Über den genauen Umfang der Schäden und mögliche Folgen für die Umwelt war zunächst nichts bekannt.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Donnerstagabend (Ortszeit). Bisher hat niemand den Angriff für sich reklamiert. In der für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus kam es zuletzt regelmäßig wieder zu Beschuss. Mit Angriffen auf Schiffe blockiert Iran im Konflikt mit den USA den Verkehr durch die Meerenge weitestgehend. Auch das US-Militär hatte zivile iranische Schiffe attackiert.
Luzia Geier
Luzia Geier

Berichte: Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa

In Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. Anschließend seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter. Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kämpft in Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz. In einer gemeinsamen Erklärung des Bündnisses heißt es, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudi-Arabien abgefangen. Nachts wurde demnach eine weitere ballistische Rakete in Richtung Chamis Muschait abgewehrt. Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, man setze die Maßnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort. 

Davor hatte al-Maliki auf X in einer Mitteilung den Huthi auch einen Angriff auf eine Stromverteilerstation in Medina in Saudi-Arabien vorgeworfen. In der Stadt befindet sich die Prophetenmoschee, die als zweitheiligste Stätte des Islam gilt. Die Huthi wiesen den Vorwurf zurück. Eine Militärquelle bezeichnete ihn laut der von den Rebellen kontrollierten Nachrichtenagentur Saba als haltlos und als eine „grobe Erfindung“. Die Angaben beider Seiten konnten zunächst nicht überprüft werden.
Carim Soliman
Carim Soliman

Iran begrüßt US-Truppenabzug aus dem Irak

Irans Revolutionsgarden haben den US-Truppenabzug aus dem Irak begrüßt. Er sei „ein großes, bedeutungsvolles historisches Ereignis und eine gewaltige Errungenschaft für die Achse des Widerstands“, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der mächtigen Militärorganisation. Aus Sicht der iranischen Streitkräfte beginne damit die „Vertreibung Amerikas“ aus der Region und aus dem geografischen Raum der islamischen Gemeinschaft.
Nach Angaben des Pentagons vom Mittwoch haben die letzten US-Soldaten den Irak verlassen. Damit endet eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Nachbarland Irans, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft wurde. 2003 waren die USA im Zuge ihres „Kriegs gegen den Terror“ mit Verbündeten im Irak einmarschiert.
Teheran war die Präsenz des US-Militärs im Irak stets ein Dorn im Auge. Unter dem einflussreichen General Ghassem Soleimani bauten die Revolutionsgarden insbesondere nach der US-Invasion ihre Beziehungen zu schiitischen Milizen im Irak aus und banden diese enger an das von Teheran unterstützte Netzwerk der „Achse des Widerstands“ gegen die USA und Israel. Auch in der irakischen Politik suchte und fand Teheran Verbündete. 2020 wurde Soleimani bei einem US-Drohnenangriff nahe Bagdad getötet.
Luzia Geier
Luzia Geier

Afghanischer Vertreter: Vier Tote bei pakistanischen Luftangriffen

Bei pakistanischen Luftangriffen auf Afghanistan wurden nach afghanischen Angaben vier Menschen getötet. Sechs weitere seien verletzt worden, sagte ein Vertreter der Provinz Helmand. Die Angriffe hätten zwei Häuser im Bezirk Garmsir getroffen. Unter den Opfern seien vorwiegend Frauen und Kinder. Eine pakistanische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Luzia Geier
Luzia Geier

Iran: „Freilassung vermeintlicher Terroristen“ spricht Bände

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die Einschätzung der britischen Regierung zurückgewiesen, dass Teheran in den Vorfall nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien involviert sein könnte. Der britische Premierminister Andy Burnham sei mit seiner Einschätzung „auf dem Holzweg“, schrieb Araghtschi auf der Plattform X.
Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht hatte Burnham Hinweise auf eine mögliche Verbindung zu Iran bestätigt. „Es gibt starke Hinweise darauf, dass Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war“, sagte der britische Regierungschef der BBC. Es handle sich jedoch „weiterhin um eine laufende, komplexe und ernste polizeiliche Ermittlung“.

Araghtschi schrieb dazu, Burnham möge überzeugt sein, dass Iran bei dem Vorfall eine Rolle gespielt habe. Aber: „Ich kann die Überzeugung Irans bestätigen, dass die Freilassung vermeintlicher Terroristen, die für ausländische Staaten arbeiten, wirklich Bände spricht.“
Anna Schimpp

Behörde: Tankschiffe nahe Iran unter Beschuss 

Mehrere Tankschiffe sind Berichten zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) in separaten Meldungen mitteilte, wurden drei Schiffe von unbekannten Projektilen getroffen. Die Vorfälle ereigneten sich demnach bereits am Dienstag.

Iran reklamierte die Angriffe zunächst nicht für sich. Ein Sprecher der Revolutionsgarden sagte jedoch am Mittwoch: „In der Straße von Hormus kommt es innerhalb jedes Zeitraums von 24 Stunden zu militärischen Auseinandersetzungen, aber seit einiger Zeit reagiert Amerika nicht mehr.“

In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormus kam es zuletzt regelmäßig wieder zu Beschuss. Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge weitestgehend. Das US-Militär hatte seinerseits zivile iranische Schiffe attackiert. 
Anna Schimpp

Iran droht erneut mit Angriffen auf Energieinfrastruktur 

Iran hat erneut mit Angriffen auf Energieinfrastruktur gedroht. „In einer Region, in der wir kein Öl verkaufen können, wird niemand Öl verkaufen“, sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einer Rede. Und weiter: 
„Wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet wird, wird keine Infrastruktur sicher sein.“
Mohammed Bagher Ghalibaf (iranischer Parlamentspräsident)
Ghalibaf nahm Bezug auf eine Rede von US-Präsident Donald Trump bei der UN-Generalversammlung vergangener Woche. Darin hatte Trump erneut mit schweren Angriffen gedroht.

Das US-Militär setzt seit Mitte Juli eine Seeblockade für Schiffe durch, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen. Dadurch ist der iranische Ölhandel nahezu zum Erliegen gekommen. Die Aufhebung dieser Blockade gilt als eine zentrale Forderung Teherans in Verhandlungen mit den USA.

Nach Worten des iranischen Außenministers gehen die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormus weiter. Aktuell versuche der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York. „Es ist vorgesehen, dass sie (Katar) dieses Thema erneut der amerikanischen Seite vorbringen und anschließend die endgültige Antwort der amerikanischen Seite über den katarischen Vermittler an uns übermittelt wird“, sagte Araghtschi weiter. Eine offizielle Antwort werde am heutigen Dienstag erwartet. 
Ulrike Putz

Trump: Habe Iran keine Sanktionslockerungen angeboten

US-Präsident Donald Trump hat bestritten, Iran eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder als Gegenleistung für nukleare Zugeständnisse seitens Teherans angeboten zu haben. „Das ist nicht wahr. Ich habe ihnen nichts angeboten“, schrieb Trump auf Truth Social, nachdem Axios zuvor berichtet hatte, der Präsident sei bereit gewesen, die Lockerung als Gegenleistung für nukleare Zugeständnisse zu gewähren.

Trump erwartet kommende Woche weitere Gespräche mit Teheran

US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit Iran. „Sie wollen ein Abkommen schließen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte“, zitierte ihn das Nachrichtenportal Axios aus einem Telefongespräch. Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump demnach mit Blick auf den jüngsten Vorschlag Irans, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte.

Nach Angaben von Axios erwartet Trump die neuen Gespräche für kommende Woche. Zwei regionale Quellen bestätigten dem US-Medium diese Pläne demnach. Sie rechneten bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und Iran, berichtete „Axios“.

Vertreter der Kriegsparteien USA und Iran waren vor ein paar Tagen am Rande der UN-Generalversammlung in New York erstmals seit Monaten wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Nach Angaben von Trumps Unterhändler Steve Witkoff, der für die US-Seite an den Verhandlungen teilnahm, fand die Gesprächsrunde über Vermittler statt.

Kurz darauf wurde ein neuer iranischer Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus bekannt, den Trump allerdings am Samstag ablehnte. Das Angebot sei nicht annehmbar gewesen, sagte der US-Präsident. Laut dem US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, knüpfte Iran den Vorschlag aus US-Sicht an zu viele Vorbedingungen wie die Aufhebung weitreichender Sanktionen. 

Huthi: Sieben Tote bei Angriff auf Markt in Jemen

Bei einem Angriff auf einen Markt an einer Kreuzung in der jemenitischen Provinz Tais sind nach Angaben des von den Huthi-Rebellen geführten Gesundheitsministeriums sieben Menschen getötet und 40 verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Kinder. Die international anerkannte Regierung Jemens teilte mit, ihre Streitkräfte hätten ein Huthi-Militärlager und Fahrzeuge an der Kreuzung angegriffen. Drei Militärinsider der Regierung sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Huthi-Miliz habe kürzlich ein Lager in der Nähe des Marktes errichtet. 
© SZ/dpa/Reuters/KNA/epd/Bloomberg - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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