Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in Nahost.
Wichtige Updates
Trump widerspricht Iran: Abkommen am Sonntag
Iran dämpft Erwartungen an rasches Friedensabkommen mit USA
Pakistan: Friedensabkommen näher als nie zuvor
Einigung zwischen Iran und USA wohl in greifbarer Nähe
US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen
Hoffnung auf baldige Unterzeichnung eines Friedensabkommens
Es scheint ein Durchbruch bevorzustehen im zähen Ringen zwischen den USA und Iran um ein Kriegsende. Beide Seiten und der Vermittler Pakistan sprechen davon, dass ein Abkommen zeitnah unterzeichnet werden könne. Laut US-Präsident Donald Trump soll die Vereinbarung am Sonntag finalisiert werden.
Zuletzt kamen auch aus Teheran optimistische Töne: Man sei noch nie so nah an einer Einigung gewesen, sagte Außenamtssprecher Baghai am Samstag laut dem Staatssender Irib. Mit Blick auf die erhoffte Unterzeichnung sagte er: „Den genauen Zeitpunkt sollte man lieber abwarten, denn aufgrund der Unbeständigkeit der Gegenseite ist Vorsicht geboten.“
Das pakistanische Außenministerium schrieb auf der Plattform X, eine virtuelle Zeremonie zur Unterzeichnung sei für Sonntag geplant. Von iranischer Seite wurde dies zunächst weder bestätigt noch dementiert. Außenamtssprecher Esmail Baghai hatte am Samstag gesagt, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.
Zwischenzeitlich war von einer feierlichen Zeremonie in Genf die Rede gewesen. Von iranischer Seite hieß es lediglich, in den nächsten ein bis zwei Tagen seien keine Reisen iranischer Vertreter nach Genf oder in die pakistanische Hauptstadt Islamabad geplant. Weniger als eine Autostunde von Genf entfernt findet nächste Woche der G-7-Gipfel im französischen Ort Évian-les-Bains statt.
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete, US-Beamte und Quellen in den Vermittlerstaaten hätten bestätigt, dass die Unterzeichnung virtuell stattfinden solle. Das soll demnach vor allem logistische Gründe haben: Vizepräsident J. D. Vance, der die US-Delegation anführt, hätte es sonst nicht geschafft, rechtzeitig in die USA zurückzukehren, bevor Trump am Montagmorgen zum G-7-Gipfel nach Frankreich aufbricht. Aus Sicherheitsgründen wollen die USA vermeiden, dass der Präsident und sein Vize gleichzeitig im Ausland sind.
Zuletzt kamen auch aus Teheran optimistische Töne: Man sei noch nie so nah an einer Einigung gewesen, sagte Außenamtssprecher Baghai am Samstag laut dem Staatssender Irib. Mit Blick auf die erhoffte Unterzeichnung sagte er: „Den genauen Zeitpunkt sollte man lieber abwarten, denn aufgrund der Unbeständigkeit der Gegenseite ist Vorsicht geboten.“
Das pakistanische Außenministerium schrieb auf der Plattform X, eine virtuelle Zeremonie zur Unterzeichnung sei für Sonntag geplant. Von iranischer Seite wurde dies zunächst weder bestätigt noch dementiert. Außenamtssprecher Esmail Baghai hatte am Samstag gesagt, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.
Zwischenzeitlich war von einer feierlichen Zeremonie in Genf die Rede gewesen. Von iranischer Seite hieß es lediglich, in den nächsten ein bis zwei Tagen seien keine Reisen iranischer Vertreter nach Genf oder in die pakistanische Hauptstadt Islamabad geplant. Weniger als eine Autostunde von Genf entfernt findet nächste Woche der G-7-Gipfel im französischen Ort Évian-les-Bains statt.
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete, US-Beamte und Quellen in den Vermittlerstaaten hätten bestätigt, dass die Unterzeichnung virtuell stattfinden solle. Das soll demnach vor allem logistische Gründe haben: Vizepräsident J. D. Vance, der die US-Delegation anführt, hätte es sonst nicht geschafft, rechtzeitig in die USA zurückzukehren, bevor Trump am Montagmorgen zum G-7-Gipfel nach Frankreich aufbricht. Aus Sicherheitsgründen wollen die USA vermeiden, dass der Präsident und sein Vize gleichzeitig im Ausland sind.
„Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor. Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird.“Shehbaz Sharif, Ministerpräsident des Vermittlers Pakistan
Cyber-Angriff auf staatliche Banken in Iran
Nach einem Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken in Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört worden. Online-Zahlungen fielen zeitweise vollständig aus. Der Banken-Koordinationsrat des Landes bestätigte laut dem Wirtschaftsportal Eghtesad-News die Vorfälle. Das Problem sei inzwischen aber behoben und der Onlineverkehr wieder normalisiert.
In Teheran berichteten zahlreiche Augenzeugen, dass in Supermärkten, Restaurants und auch an Tankstellen plötzlich keine Online-Zahlungen mehr möglich waren. Viele Beträge wurden daraufhin notiert, um sie später zu begleichen. Betroffen waren insbesondere vier große staatliche Banken und zahlreiche Geldautomaten in der Hauptstadt.
Eine iranische Hackergruppe hatte bereits am Samstag einen Angriff angekündigt. „Ein stiller Krieg entfaltet sich und Iran steht unter Cyberangriff“, erklärte die Gruppe „Black Wolves“ auf ihrem Telegram-Kanal. Die Hackerangriffe gelten als Form des digitalen Protests gegen das islamische System in Iran. Bereits 2022 hatte es während der Frauenproteste einen massiven Angriff auf die iranische Zentralbank gegeben. Auch die Überwachungskameras des berüchtigten Ewin-Gefängnisses in Teheran wurden damals gehackt und Aufnahmen veröffentlicht, die gewalttätige Übergriffe von Wachpersonal auf politische Gefangene zeigten. .
In Teheran berichteten zahlreiche Augenzeugen, dass in Supermärkten, Restaurants und auch an Tankstellen plötzlich keine Online-Zahlungen mehr möglich waren. Viele Beträge wurden daraufhin notiert, um sie später zu begleichen. Betroffen waren insbesondere vier große staatliche Banken und zahlreiche Geldautomaten in der Hauptstadt.
Eine iranische Hackergruppe hatte bereits am Samstag einen Angriff angekündigt. „Ein stiller Krieg entfaltet sich und Iran steht unter Cyberangriff“, erklärte die Gruppe „Black Wolves“ auf ihrem Telegram-Kanal. Die Hackerangriffe gelten als Form des digitalen Protests gegen das islamische System in Iran. Bereits 2022 hatte es während der Frauenproteste einen massiven Angriff auf die iranische Zentralbank gegeben. Auch die Überwachungskameras des berüchtigten Ewin-Gefängnisses in Teheran wurden damals gehackt und Aufnahmen veröffentlicht, die gewalttätige Übergriffe von Wachpersonal auf politische Gefangene zeigten. .
Analoges Geldwechseln auf dem Ferdowsi-Platz in Teheran war noch möglich, als Online-Zahlungen wegen des Hackerangriffs auf iranische Banken ausfielen. Vahid Salemi/AP/dpa
Hisbollah beschießt Israels Norden mit Sprengstoff-Drohnen
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilte mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zu Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten in mehreren Orten an der Nordgrenze Warnsirenen geheult. Das israelische Nachrichtenportal Ynet berichtete, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Von der Hisbollah gab es zunächst keine Reaktion.
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb dazu in einem Post auf der Plattform X, der Angriff sei ein Test der „Dahija-Doktrin“, die Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt habe. Diese Militärstrategie wurde im Libanonkrieg 2006 entwickelt und basiert auf der asymmetrischen Kriegsführung gegen nichtstaatliche Akteure. Sie ist nach den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut benannt, die als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz gelten. Dort leben auch viele Zivilisten. Vor einer Woche hatte Israel die Vororte als Reaktion auf Hisbollah-Raketenfeuer auf den Norden des Landes angegriffen. Daraufhin reagierte Iran mit Raketenangriffen auf Israels Norden.
Smotrich forderte von Netanjahu, „noch heute“ Gebäude in Dahija zu zerstören. „Wir befinden uns in entscheidenden Tagen für die Gestaltung der Region auf viele Jahre hinaus“, schrieb der rechtsextreme Minister. „Wir haben den Bewohnern des Nordens Sicherheit versprochen – und dieses Versprechen müssen wir einhalten.“
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb dazu in einem Post auf der Plattform X, der Angriff sei ein Test der „Dahija-Doktrin“, die Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt habe. Diese Militärstrategie wurde im Libanonkrieg 2006 entwickelt und basiert auf der asymmetrischen Kriegsführung gegen nichtstaatliche Akteure. Sie ist nach den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut benannt, die als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz gelten. Dort leben auch viele Zivilisten. Vor einer Woche hatte Israel die Vororte als Reaktion auf Hisbollah-Raketenfeuer auf den Norden des Landes angegriffen. Daraufhin reagierte Iran mit Raketenangriffen auf Israels Norden.
Smotrich forderte von Netanjahu, „noch heute“ Gebäude in Dahija zu zerstören. „Wir befinden uns in entscheidenden Tagen für die Gestaltung der Region auf viele Jahre hinaus“, schrieb der rechtsextreme Minister. „Wir haben den Bewohnern des Nordens Sicherheit versprochen – und dieses Versprechen müssen wir einhalten.“
Die Trümmer zerstörter Gebäude in Dahija, Libanon, nach israelischen Luftschlägen im April dieses Jahres (Archivbild). Bilal Hussein/AP/dpa
Trump widerspricht Iran: Abkommen am Sonntag
Nachdem Iran die Unterzeichnung eines Abkommens mit den USA für Sonntag ausgeschlossen hat, kündigt US-Präsident Donald Trump eine Unterzeichnung für Sonntag an. Unmittelbar danach werde die Straße von Hormus wieder für alle geöffnet, erklärt Trump online.
Zu einem späteren Zeitpunkt würden die USA das iranische Nuklearmaterial aus dem Land holen. Sollte der Prozess nicht reibungslos verlaufen, gebe es eine "ultimative Alternative".
Zu einem späteren Zeitpunkt würden die USA das iranische Nuklearmaterial aus dem Land holen. Sollte der Prozess nicht reibungslos verlaufen, gebe es eine "ultimative Alternative".
Iran kündigt Gebühren für Nutzung der Straße von Hormus an
Iran will für zunächst nicht näher beschriebene Dienstleistungen in der Straße von Hormus künftig Gebühren erheben. Schritte zur Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs in der Meerenge dienten der nationalen Sicherheit und dem weltweiten Gemeinwohl, erklärt das Außenministerium der Nachrichtenagentur Fars zufolge. Zudem fordert das Ministerium ein Ende der ausländischen Militärpräsenz in der Region und bezeichnet die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder als festen Bestandteil eines geplanten Abkommens mit den USA.
Iran dämpft Erwartungen an rasches Friedensabkommen mit USA
Iran hält die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit den USA zur Beendigung des Krieges in den kommenden Tagen für möglich. Das Außenministerium in Teheran wies am Samstag jedoch Angaben des Vermittlers Pakistan zurück, wonach eine Einigung bereits innerhalb der nächsten 24 Stunden anstehe. Am Sonntag werde es keine Unterzeichnung geben, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, staatlichen Medien. Baghaei erklärte aber auch, die Unterzeichnung einer Absichtserklärung in den kommenden Tagen könne nicht ausgeschlossen werden.
Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hatte erklärt, beide Seiten hätten sich auf einen Rahmenvertrag geeinigt. Islamabad bereite eine elektronische Unterzeichnung für Sonntag vor. In der kommenden Woche sollten dann Gespräche auf technischer Ebene folgen. Das iranische Außenministerium mahnte jedoch zur Vorsicht. Wegen des Zögerns der Gegenseite lasse sich das genaue Datum noch nicht festlegen. US-Präsident Donald Trump äußerte sich zunächst nicht direkt, teilte jedoch Sharifs Beitrag auf der Plattform X.
Die geplante Absichtserklärung sieht Insidern zufolge vor, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben, eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben und Sanktionen gegen iranische Ölexporte aussetzen. Im Gegenzug solle Iran die Straße von Hormus wieder öffnen. Anschließend soll in einer 60-tägigen Frist über das iranische Atomprogramm verhandelt werden. Während die USA auf einen Abbau des Programms und die Zerstörung von hochangereichertem Uran pochen, will Iran das Material in verdünnter Form behalten. Hochangereichertes Uran ist Ausgangsstoff für Atombomben.
Israel wird sich an dem Abkommen nicht beteiligen. Dies stellte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu klar. Er war mit Trump über US-Forderungen aneinandergeraten, wonach Israel seine Angriffe in Libanon einschränken solle, um Washington eine Einigung mit Teheran zu ermöglichen. Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi erklärte, das Abkommen werde den Krieg in Libanon beenden. Dies impliziert einen israelischen Rückzug aus den besetzten Gebieten. Der israelische Verteidigungsminister lehnte einen solchen Schritt jedoch ab. Israel erwarte, seine Handlungsfreiheit gegen Bedrohungen zu behalten, sagte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter.
Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hatte erklärt, beide Seiten hätten sich auf einen Rahmenvertrag geeinigt. Islamabad bereite eine elektronische Unterzeichnung für Sonntag vor. In der kommenden Woche sollten dann Gespräche auf technischer Ebene folgen. Das iranische Außenministerium mahnte jedoch zur Vorsicht. Wegen des Zögerns der Gegenseite lasse sich das genaue Datum noch nicht festlegen. US-Präsident Donald Trump äußerte sich zunächst nicht direkt, teilte jedoch Sharifs Beitrag auf der Plattform X.
Die geplante Absichtserklärung sieht Insidern zufolge vor, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben, eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben und Sanktionen gegen iranische Ölexporte aussetzen. Im Gegenzug solle Iran die Straße von Hormus wieder öffnen. Anschließend soll in einer 60-tägigen Frist über das iranische Atomprogramm verhandelt werden. Während die USA auf einen Abbau des Programms und die Zerstörung von hochangereichertem Uran pochen, will Iran das Material in verdünnter Form behalten. Hochangereichertes Uran ist Ausgangsstoff für Atombomben.
Israel wird sich an dem Abkommen nicht beteiligen. Dies stellte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu klar. Er war mit Trump über US-Forderungen aneinandergeraten, wonach Israel seine Angriffe in Libanon einschränken solle, um Washington eine Einigung mit Teheran zu ermöglichen. Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi erklärte, das Abkommen werde den Krieg in Libanon beenden. Dies impliziert einen israelischen Rückzug aus den besetzten Gebieten. Der israelische Verteidigungsminister lehnte einen solchen Schritt jedoch ab. Israel erwarte, seine Handlungsfreiheit gegen Bedrohungen zu behalten, sagte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter.
Iran plant Chameneis Beisetzung am 9. Juli
Mehr als hundert Tage nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei soll nun während des islamischen Trauermonats Muharram das Begräbnis stattfinden. Die offizielle Beisetzung des getöteten religiösen und politischen Oberhaupts ist für den 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten Irans geplant.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sollen bereits am 4. und 5. Juli Millionen Menschen in Teheran sowie am 6. Juli in der schiitischen Pilgerstadt Ghom Abschied von dem Ajatollah nehmen.
Chamenei wurde Ende Februar 2026 im Alter von 86 Jahren bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet. Er war seit 1989 der oberste Führer und Religionsführer der Islamischen Republik.
Chameneis Bestattung war ursprünglich deutlich früher geplant, wurde jedoch mehrfach aus Sicherheitsgründen verschoben. Unklar ist zudem, ob sein Sohn und Nachfolger Modschtaba an der Beisetzung teilnehmen wird. Er war eine Woche nach der Tötung seines Vaters bei den US-israelischen Angriffen auf Teheran zu dessen Nachfolger ernannt worden. Seitdem ist er jedoch nicht öffentlich aufgetreten.
Israel ordnet Evakuierung von 24 Orten in Südlibanon an
Die israelische Armee hat die Bewohner von 24 Städten und Dörfern in Südlibanon aufgefordert, diese zu verlassen. Zugleich meldete die Armee mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend.
Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr. Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar.
Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr. Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar.
Pakistan: Friedensabkommen näher als nie zuvor
Nach Angaben von Pakistans Premier Shehbaz Sharif könnte ein Friedensabkommen zwischen Iran und den USA noch an diesem Wochenende abgeschlossen werden. „Wir sind näher an einem Friedensabkommen als jemals zuvor“, schrieb Sharif am Samstagmittag deutscher Zeit auf der Plattform X. Die Fertigstellung werde in den nächsten 24 Stunden erwartet. Der Vermittler Pakistan bereite sich auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor, gefolgt von technischen Verhandlungen in der nächsten Woche. Sharif dankte den USA und Iran „für ihr anhaltendes Engagement während der Verhandlungen“. Er sei „überzeugt, dass dieses historische Friedensabkommen eine starke Grundlage für einen lange dauernden Frieden bilde“.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag ein erstes Rahmenabkommen in Aussicht gestellt, dass vielleicht noch an diesem Wochenende unterzeichnet werden könne. Noch haben Iran und die USA aber keine Einigung bestätigt.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag ein erstes Rahmenabkommen in Aussicht gestellt, dass vielleicht noch an diesem Wochenende unterzeichnet werden könne. Noch haben Iran und die USA aber keine Einigung bestätigt.
Was ist mit den Kriegszielen der USA und Israels?
Iran und die USA stehen angeblich kurz vor einer Einigung auf ein Abkommen. Dreieinhalb Monate nach Kriegsbeginn könnten die Kämpfe damit eingestellt und die Straße von Hormus freigegeben werden. Aber haben die USA und Israel, die den Krieg am 28. Februar begonnen haben, ihre Ziele erreicht?
Erklärtes Kriegsziel war es, Iran davon abzuhalten, Atombomben zu entwickeln. Mit einem Deal könnten die Vereinigten Staaten das hoch angereicherte Uran erhalten. Es solle in Iran unschädlich gemacht und anschließend aus dem Land gebracht werden, erklärte ein US-Beamter. Eine Befürchtung in Israel ist einem Bericht des Portals „Axios“ zufolge allerdings, dass Iran nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens und der Beendigung des Krieges die Verhandlungen einfach in die Länge ziehen könnte, ohne wirkliche Zugeständnisse in der Atomfrage zu machen.
Israels Regierung ist zudem weiterhin sehr interessiert daran, die iranische Führung zu stürzen. In Israel heißt es, für Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sei ein Machtwechsel in Teheran weitaus wichtiger als für die US-Regierung. Bei ihren Angriffen hatten beide Länder zwar zahlreiche hochrangige Politiker und Militärvertreter getötet, allen voran den obersten iranischen Führer, Ayatollah Ali Chamenei. Doch das System besteht weiter und der Machtapparat scheint momentan gefestigt zu sein.
US-Präsident Donald Trump hatte sich im Laufe des Krieges unterschiedlich zu seinen Zielen geäußert. Zu Beginn sprach auch er sich für einen Regimewechsel aus und versuchte zeitweise, die iranische Bevölkerung zu ermutigen, sich ihrer Regierung zu entledigen. Später äußerte er sich dann nicht mehr dazu. Trump wurde daraufhin vorgeworfen, Gegner des Machtapparats nach vollmundigen Ankündigungen im Stich gelassen zu haben. Für den US-Präsidenten kommt es inzwischen hauptsächlich darauf an, irgendwie aus diesem Krieg herauszukommen, um seine unter deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten leidende Wählerschaft nicht noch weiter zu verprellen.
Erklärtes Kriegsziel war es, Iran davon abzuhalten, Atombomben zu entwickeln. Mit einem Deal könnten die Vereinigten Staaten das hoch angereicherte Uran erhalten. Es solle in Iran unschädlich gemacht und anschließend aus dem Land gebracht werden, erklärte ein US-Beamter. Eine Befürchtung in Israel ist einem Bericht des Portals „Axios“ zufolge allerdings, dass Iran nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens und der Beendigung des Krieges die Verhandlungen einfach in die Länge ziehen könnte, ohne wirkliche Zugeständnisse in der Atomfrage zu machen.
Israels Regierung ist zudem weiterhin sehr interessiert daran, die iranische Führung zu stürzen. In Israel heißt es, für Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sei ein Machtwechsel in Teheran weitaus wichtiger als für die US-Regierung. Bei ihren Angriffen hatten beide Länder zwar zahlreiche hochrangige Politiker und Militärvertreter getötet, allen voran den obersten iranischen Führer, Ayatollah Ali Chamenei. Doch das System besteht weiter und der Machtapparat scheint momentan gefestigt zu sein.
US-Präsident Donald Trump hatte sich im Laufe des Krieges unterschiedlich zu seinen Zielen geäußert. Zu Beginn sprach auch er sich für einen Regimewechsel aus und versuchte zeitweise, die iranische Bevölkerung zu ermutigen, sich ihrer Regierung zu entledigen. Später äußerte er sich dann nicht mehr dazu. Trump wurde daraufhin vorgeworfen, Gegner des Machtapparats nach vollmundigen Ankündigungen im Stich gelassen zu haben. Für den US-Präsidenten kommt es inzwischen hauptsächlich darauf an, irgendwie aus diesem Krieg herauszukommen, um seine unter deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten leidende Wählerschaft nicht noch weiter zu verprellen.
Einigung zwischen Iran und USA wohl in greifbarer Nähe
Die USA und Iran stehen nach übereinstimmender Darstellung beider Seiten sowie des Vermittlers Pakistan kurz vor einem Abkommen zur Beendigung des Kriegs. „Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Eine solche Vereinbarung wäre allerdings zunächst nur der Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen. Deren schwierigster Knackpunkt: Irans Atomprogramm. Eine Lösung in dieser Frage soll Berichten aus beiden Ländern zufolge innerhalb von 60 Tagen erzielt werden.
Laut US-Präsident Donald Trump sollen die Dokumente für ein erstes Rahmenabkommen in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende unterzeichnet werden – womöglich in Europa. Ganz sicher ist eine Einigung aber noch nicht. Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb zwar auf der Plattform X, dass eine Absichtserklärung zum Greifen nah sei. „Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten“, fügte er jedoch hinzu.
Das könnten die Inhalte einer Einigung sein:
Laut US-Präsident Donald Trump sollen die Dokumente für ein erstes Rahmenabkommen in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende unterzeichnet werden – womöglich in Europa. Ganz sicher ist eine Einigung aber noch nicht. Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb zwar auf der Plattform X, dass eine Absichtserklärung zum Greifen nah sei. „Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten“, fügte er jedoch hinzu.
Das könnten die Inhalte einer Einigung sein:
Laut Trump sieht die geplante Vereinbarung eine Öffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus vor. Medienberichten zufolge soll dieser Schritt binnen 30 Tagen vollzogen sein – und Trump zufolge soll die US-Blockade iranischer Häfen aufgehoben werden.
Die Vereinbarung soll einem ranghohen US-Beamten zufolge zudem dazu führen, dass das iranische Atomprogramm zurückgebaut wird – und die Vereinigten Staaten das angereicherte Uran erhalten, das sonst theoretisch für den Bau von Atomwaffen genutzt werden könnte. Das Material solle vor Ort unschädlich gemacht und anschließend aus dem Land gebracht werden, erklärte der US-Beamte.
Eingefrorene iranische Vermögenswerte im Ausland könnten wieder freigegeben werden – jedoch nach US-Darstellung nur dann, wenn Teheran zuvor Gegenleistungen erbracht hat. Bei entsprechender Kooperation Irans wären im weiteren Verlauf auch Lockerungen von Sanktionen denkbar, hieß es. So fordern die USA auch, dass Iran seine Unterstützung für verbündete Milizen wie die Hisbollah in Libanon beendet. Nach US-Darstellung hat Iran bereits zugestimmt, Terrorgruppen in der Region nicht weiter zu finanzieren.
Iran wiederum hat neben der Freigabe seiner eingefrorenen Auslandsvermögen und der Aufhebung der Sanktionen eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Libanon zur Priorität gemacht. Wie deren Überwachung im Rahmenabkommen festgehalten werden könnte, ist unklar.
Die Vereinbarung soll einem ranghohen US-Beamten zufolge zudem dazu führen, dass das iranische Atomprogramm zurückgebaut wird – und die Vereinigten Staaten das angereicherte Uran erhalten, das sonst theoretisch für den Bau von Atomwaffen genutzt werden könnte. Das Material solle vor Ort unschädlich gemacht und anschließend aus dem Land gebracht werden, erklärte der US-Beamte.
Eingefrorene iranische Vermögenswerte im Ausland könnten wieder freigegeben werden – jedoch nach US-Darstellung nur dann, wenn Teheran zuvor Gegenleistungen erbracht hat. Bei entsprechender Kooperation Irans wären im weiteren Verlauf auch Lockerungen von Sanktionen denkbar, hieß es. So fordern die USA auch, dass Iran seine Unterstützung für verbündete Milizen wie die Hisbollah in Libanon beendet. Nach US-Darstellung hat Iran bereits zugestimmt, Terrorgruppen in der Region nicht weiter zu finanzieren.
Iran wiederum hat neben der Freigabe seiner eingefrorenen Auslandsvermögen und der Aufhebung der Sanktionen eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Libanon zur Priorität gemacht. Wie deren Überwachung im Rahmenabkommen festgehalten werden könnte, ist unklar.
US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus abgewehrt. „Die US-Streitkräfte haben sie alle in den letzten Stunden abgeschossen, während der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert weiterfließt“, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Die Meerenge bleibe für den Schiffsverkehr geöffnet. Das US-Militär machte keine weiteren Angaben – auch nicht zur Zahl abgeschossener Drohnen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht. Die Durchfahrt einzelner Schiffe lässt sich jedoch nicht mit den hohen Transitmengen vor dem Iran-Krieg vergleichen: Noch Anfang des Jahres fuhren Berichten zufolge täglich um die 130 Schiffe ungehindert durch die Meerenge.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht. Die Durchfahrt einzelner Schiffe lässt sich jedoch nicht mit den hohen Transitmengen vor dem Iran-Krieg vergleichen: Noch Anfang des Jahres fuhren Berichten zufolge täglich um die 130 Schiffe ungehindert durch die Meerenge.
Iran kündigt Änderungen bei Straße von Hormus an – künftig Gebühren?
Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagt, bei der Verwaltung der Straße von Hormus werde man nicht zu dem Status zurückkehren, den es dort vor dem Krieg gegeben habe. Die Schifffahrtsstraße gehöre zu Iran und zum Oman. Iran werde dafür sorgen, dass Schiffe, die durch die Straße führen, eine sichere Passage hätten. Was genau damit gemeint ist, sagt Araghtschi nicht.
Beobachter hatten in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass Iran versuchen könnte, von jedem Schiff, das künftig die Wasserstraße nutzt, eine hohe Gebühr zu verlangen. Vor dem von den USA und Israel begonnenen Krieg hatte die Durchfahrt keine Gebühr gekostet. Würde sie eingeführt, könnte das zu höheren Ölpreisen an den Weltmärkten und damit auch zu höheren Kosten etwa bei Verbrauchern und Unternehmen weltweit führen.
Beobachter hatten in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass Iran versuchen könnte, von jedem Schiff, das künftig die Wasserstraße nutzt, eine hohe Gebühr zu verlangen. Vor dem von den USA und Israel begonnenen Krieg hatte die Durchfahrt keine Gebühr gekostet. Würde sie eingeführt, könnte das zu höheren Ölpreisen an den Weltmärkten und damit auch zu höheren Kosten etwa bei Verbrauchern und Unternehmen weltweit führen.
Pakistans Premier meldet angebliche Einigung der USA und Irans auf finalen Textentwurf
Die USA und Iran haben sich dem Vermittler Pakistan zufolge über ein Abkommen verständigt. „Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X. „Pakistan arbeitet nun eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte zu finalisieren. Ein Frieden war noch nie so greifbar wie jetzt.“
Israels Verteidigungsminister warnt vor Zugeständnissen an Iran
Während Washington und Teheran über ein mögliches Abkommen sprechen und möglicherweise kurz vor einer Einigung stehen, betont Israels Verteidigungsminister Israel Katz die sicherheitspolitischen Interessen seines Landes. Zwar hätten die USA und Israel das gemeinsame Ziel, Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern, erklärte Katz. Israel erwarte jedoch, dass Washington auch weitere Sicherheitsbedenken berücksichtige. Dabei nannte er das iranische Raketenprogramm sowie die Unterstützung bewaffneter Gruppen – Katz sprach von Terroristen – durch Teheran.
Israel müsse sicherstellen, auch künftig unabhängig handeln zu können, damit Iran keine Atomwaffen erhalte, sagte Katz weiter. Das Sicherheitskonzept des Landes sei klar und eindeutig, sagte Katz. Man gehe gegen nahe und ferne Bedrohungen vor. Ziel seien Entscheidungen und nicht Kompromisse und Zugeständnisse.
Der Verteidigungsminister kündigte außerdem an, Israel werde sich nicht aus den von ihm ausgewiesenen „Sicherheitszonen“ in Libanon, in Syrien und im Gazastreifen zurückziehen. Er begründete dies mit einer Bedrohung durch „dschihadistische Kräfte und Organisationen“. Welche Gruppen Katz konkret meinte, sagte er nicht. Die Äußerung dürfte sich unter anderem auf die islamistische Hamas im Gazastreifen sowie die schiitische Hisbollah-Miliz in Libanon beziehen. Beide Organisationen werden vom Iran unterstützt.
Israel müsse sicherstellen, auch künftig unabhängig handeln zu können, damit Iran keine Atomwaffen erhalte, sagte Katz weiter. Das Sicherheitskonzept des Landes sei klar und eindeutig, sagte Katz. Man gehe gegen nahe und ferne Bedrohungen vor. Ziel seien Entscheidungen und nicht Kompromisse und Zugeständnisse.
Der Verteidigungsminister kündigte außerdem an, Israel werde sich nicht aus den von ihm ausgewiesenen „Sicherheitszonen“ in Libanon, in Syrien und im Gazastreifen zurückziehen. Er begründete dies mit einer Bedrohung durch „dschihadistische Kräfte und Organisationen“. Welche Gruppen Katz konkret meinte, sagte er nicht. Die Äußerung dürfte sich unter anderem auf die islamistische Hamas im Gazastreifen sowie die schiitische Hisbollah-Miliz in Libanon beziehen. Beide Organisationen werden vom Iran unterstützt.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz (l) bei einem Truppenbesuch im Südlibanon. Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa

