Newsblog zum Nahost-KriegDrei Tote bei Angriffen auf Flughäfen in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz beschießt derzeit im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im Golfstaat. Offen ist, ob sie auch hinter diesem Angriff steckt.

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Wichtige Updates
Etwa 60 Prozent der Flüge am Flughafen Riad sollen ausfallen
Saudi-Arabien und Iran beraten über Abbau von Spannungen
Feuer nach erneutem Angriff auf den Flughafen in Riad
Rückflug von Wirtschaftsministerin Reiche aus Riad kann nicht wie geplant stattfinden
Zwölf Tote bei Angriff auf den Flughafen Riad
Anna Schimpp
Anna Schimpp

Etwa 60 Prozent der Flüge am Flughafen Riad sollen ausfallen

Die Angriffe und Drohungen der jemenitischen Huthi-Miliz gegen Saudi-Arabien wirken sich auch an diesem Montag auf den Flugverkehr in Riad aus. Etwa 60 Prozent der geplanten Flüge am Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt dürften voraussichtlich abgesagt werden, wie aus Daten des Luftfahrt-Analyseunternehmens Cirium hervorgeht. 

Am Sonntag waren am King Chalid International Airport demnach sogar 99,7 Prozent aller Verbindungen gestrichen worden. Am Wochenende waren bei zwei Angriffen auf den Flughafen insgesamt 14 Menschen getötet worden, Hunderte wurden verletzt. 
Ulrike Putz

USA warnen US-Fluggesellschaften vor Flügen nach Saudi-Arabien

Die US-Luftfahrtbehörde FAA ruft amerikanische Fluggesellschaften zur Vorsicht bei Flügen nach oder über Saudi-Arabien auf. Grund seien Sicherheitsrisiken durch anhaltende militärische Aktivitäten und Störungen von Navigationssystemen, teilt die Behörde mit. Die bis zum 10. Dezember geltende Warnung folgt auf die jüngsten Angriffe auf den internationalen Flughafen in Riad. „Bedrohungen könnten ein potenzielles Risiko für Flugzeuge in allen Flughöhen darstellen“, erklärt die FAA. 
Ulrike Putz

Saudi-Arabien und Iran beraten über Abbau von Spannungen

Die Außenminister von Saudi-Arabien, Prinz Faisal bin Farhan, und Irans Außenminister Abbas Araghtschi beraten einem Bericht zufolge über die jüngste Eskalation des regionalen Konflikts und Bemühungen zum Abbau der Spannungen. Dies meldet die staatliche saudische Nachrichtenagentur. Es ist der erste öffentlich bekannte Kontakt der beiden Politiker, seit die mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus Jemen ihre Angriffe auf das Königreich intensiviert haben. Die Regierung in Teheran sei bereit, einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und Jemen zu unterstützen, teilt der iranische Außenminister auf Telegram mit.

Feuer nach erneutem Angriff auf den Flughafen in Riad

Nach dem Angriff der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad mit zwölf Toten haben die jemenitischen Rebellen ihre Attacken am Sonntag fortgesetzt. Bei einem neuen Angriff auf den Flughafen King Khalid am Sonntag sei ein pakistanischer Staatsbürger getötet worden, teilte die saudische Luftfahrtbehörde in der Nacht mit. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Das Ausmaß der Sachschäden werde noch ermittelt.
Zudem habe die saudische Flugabwehr einen Marschflugkörper in der Nähe des Flughafens abgefangen. Zuvor hatte die Luftfahrtbehörde auch eine Attacke auf den King-Fahd-Airport in Damman gemeldet, die ebenfalls Schäden verursacht habe.

Die Miliz meldete ihrerseits am Abend, sie habe in den 24 Stunden zuvor vier Angriffe in Saudi-Arabien ausgeführt – mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Ziele waren demnach neben den beiden Flughäfen eine Gasanlage sowie eine Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco. 

Zugleich soll Saudi-Arabien seinerseits Angriffe in Jemen gestartet haben: Der von den Huthi-Rebellen betriebene Sender Al-Masirah TV meldet einen Angriff auf den internationalen Flughafen von Sanaa. Das Königreich habe mehr als 120 Luftangriffe auf die Hauptstadt Sanaa und weitere Provinzen geflogen, teilten die Huthi mit. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Rückflug von Wirtschaftsministerin Reiche aus Riad kann nicht wie geplant stattfinden

Nach den schweren Angriffen auf den Flughafen von Riad kann Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nicht wie geplant aus der saudi-arabischen Hauptstadt nach Berlin zurückreisen. Wie eine Ministeriumssprecherin am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters auf Anfrage mitteilte, kann die für Montag geplante Rückreise der CDU-Politikerin von Konferenzen in Saudi-Arabien aufgrund der Sperrung des Flughafens voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden. Alternative Rückreisemöglichkeiten würden geprüft.

Laut dem Bundeswirtschaftsministerium befand sich Reiche schon vor den Angriffen auf den Flughafen in Riad. Sie nimmt dort an Energie-Konferenzen teil, die laut Saudi-Arabien seit Langem geplant waren. „Nach aktuellem Stand finden die Konferenz und die Termine der Bundesministerin weiter wie geplant statt“, ergänzte Reiches Sprecherin am Sonntag. 
Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.
Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Kay Nietfeld/dpa

Huthi drohen mit weiteren Angriffen auf Saudi-Arabien

Nach dem tödlichen Angriff am Flughafen Riad warnt die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz vor weiteren Attacken. Am Sonntagmorgen mahnte der Sprecher der Miliz, Yahya Saree, vor der Nutzung saudi-arabischer Flughäfen. Fluggesellschaften, Flughafenmitarbeiter und Reisende sollten die Warnung ernst nehmen, teilt die Gruppe mit. Saudi-Arabien trage die Verantwortung für gescheiterte Abfangmanöver.

Mit Ausnahme der Flughäfen von Mekka und Medina seien die saudischen Flughäfen und Lufträume „legitime Ziele“ von Operationen der Streitkräfte, schrieb der Sprecher der Miliz auf X. Die Gruppe würde ihre Vorgehensweise „Flughafen gegen Flughafen“ und „Belagerung gegen Belagerung“ entschlossen fortführen, bis ihre Ziele erreicht seien.

Die Warnung folgt auf einen der schwersten Angriffe auf Saudi-Arabien seit Jahren, bei dem am Flughafen Riad mindestens zwölf Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt wurden. Der Verkehr am internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt wurde nach dem Angriff vorübergehend eingestellt. Die Sperrung sollte zunächst bis Sonntagabend um Mitternacht (Ortszeit) gelten, wie aus einer Mitteilung an die Flugzeugführer hervorgeht. Zuletzt war der Flughafen am Donnerstag angegriffen worden, bei jenem Anschlag starben drei saudische Staatsangehörige.
Barbara Klimke

Zwölf Tote bei Angriff auf den Flughafen Riad

Bei einem Angriff auf den Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad sind nach Angaben der staatlichen Luftfahrtbehörde zwölf Menschen getötet worden. 309 wurden verletzt, einige schwebten am frühen Morgen in Lebensgefahr. Laut der Luftfahrtbehörde haben vier der getöteten Menschen die saudische Staatsangehörigkeit und zwei die von Bangladesch. Ums Leben kamen auch jeweils eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, Sudan und den palästinensischen Gebieten.

Zu der Attacke gab es zunächst kein Bekennerschreiben. In den vergangenen Tagen hatte die mit Iran verbündete Huthi-Miliz in Jemen ihre Angriffe auf das Nachbarland Saudi-Arabien verstärkt. Die Fronten im Konflikt zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung in Jemen haben sich ausgeweitet, das Militärbündnis machte die Huthi für den Flughafenangriff verantwortlich.

Die Attacke eines Passagierterminals sei ein „regelrechtes Kriegsverbrechen“, schrieb der Sprecher des Militärbündnisses, Turki al-Maliki, und kündigte eine entschiedene Reaktion an. Die Vereinigten Staaten verurteilten die jüngsten Angriffe der Huthi-Miliz „auf das Schärfste“, schrieb US-Außenminister Marco Rubio auf der Plattform X. „Diese verwerflichen Angriffe zeugen von einer eklatanten Missachtung des Lebens unschuldiger Zivilisten. Sie müssen sofort aufhören“. US-Präsident Donald Trump erklärte, er prüfe, ob sich die USA den saudischen Angriffen auf die Huthi im benachbarten Jemen anschließen sollten. „Vielleicht. Wir werden uns das anschauen“, zitierte ihn der Sender CBS News.

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „zutiefst schockiert“ über den Angriff der Huthi. Attacken auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstießen gegen das Völkerrecht. Sie müssten sofort eingestellt werden, forderte er. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sprach auf der Plattform X von einem Terrorakt gegen Saudi-Arabien und die zivile Luftfahrt. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Angehörigen gilt mein tiefes Beileid“, schrieb der CDU-Politiker weiter. 

USA attackieren Frachtschiff nach Verlassen eines iranischen Hafens

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein ziviles Frachtschiff nach Verlassen eines iranischen Hafens angegriffen. Ein US-Kampfflugzeug habe im Golf von Oman das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff M/V Ocean Molica am Heck getroffen und den Antrieb lahmgelegt, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. Die Besatzung des Schiffes sei dabei nicht zu Schaden gekommen, hieß es.

Der Frachter habe wiederholte Warnungen ignoriert und versucht, die bestehende Seeblockade gegen Iran zu durchbrechen, hieß es weiter. Das Schiff habe versucht, die regionalen Gewässer zu durchqueren, nachdem es zuvor einen iranischen Hafen verlassen hatte, erklärte Centcom.

Die USA blockieren im Iran-Krieg iranische Häfen und Küstengebiete, um der Islamischen Republik Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. Iran blockiert seit Beginn des Kriegs seinerseits die für den globalen Energiehandel wichtige Straße von Hormus. Dort wurde erneut ein Tanker attackiert, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) meldete. Es sei ein Feuer ausgebrochen, die Besatzung sei den Angaben nach aber in Sicherheit.

Kreml: Putin als Vermittler zwischen Iran und USA

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Darstellung des Kreml als Vermittler in den Konflikt zwischen den USA und Iran eingeschaltet. Putin habe US-Präsident Donald Trump die iranische Position zu einer möglichen Beilegung des Krieges zwischen den USA und Iran übermittelt, zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Dies sei in Abstimmung mit dem iranischen Präsidenten geschehen.

Saudi-Arabien: Drei Tote nach Angriffen auf Flughafen in Riad

Nach Angriffen auf den Flughafen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad hat die Zivilluftfahrtbehörde drei Tote gemeldet. Bei den Attacken vom Donnerstag seien zudem mehrere Personen verletzt worden, hieß es weiter. 

Die Huthi-Miliz aus dem benachbarten Jemen hatte gestern einen Angriff auf den Flughafen für sich reklamiert. Dabei wurden nach Behördenangaben eine Flughafeneinrichtung und die Maschine einer saudischen Fluggesellschaft getroffen. Es sei Sachschaden entstanden.

Der Flughafenbetrieb sei inzwischen wieder aufgenommen worden. Der Flugverkehr laufe normal, teilte die Behörde mit. Sie arbeite mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen, um die Schäden zu bewerten und die Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten. Die Airlines der Lufthansa Group teilte mit, ihre Flüge in die saudi-arabische Hauptstadt Riad bis einschließlich 16. Oktober aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Region zu streichen. 

Der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, warnte unterdessen, dass die Angriffe der Huthi auf Zivilisten und zivile Infrastruktur mit „entschlossenen Gegenmaßnahmen“ beantwortet würden.

Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ ist wieder in den USA 

Nach einem monatelangen Einsatz ist der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ wieder in die USA zurückgekehrt. Bilder zeigten, wie das Schiff im Hafen der Westküstenstadt San Diego einlief. Die USS Abraham Lincoln war Medien zufolge 265 Tage lang ohne Hafenaufenthalt unterwegs gewesen. Das Schiff sorgte während seines Einsatzes, unter anderem im Iran-Krieg, wegen angeblicher Versorgungsengpässe und Beschwerden von Matrosen und Angehörigen der sich an Bord befindenden insgesamt 5000 Soldaten für Schlagzeilen.

Berichte über Probleme mit der Wasserversorgung, verstopfte Toiletten sowie eine zunehmende psychische Belastung der Besatzung infolge diverser Missstände hatten für Kritik gesorgt. In einigen Fällen sollen Besatzungsmitglieder nach Angaben ihrer Angehörigen versucht haben, über Bord zu springen. Das US-Militär wies die schwersten Vorwürfe zurück.

Das atomgetriebene Schiff war im November 2025 zunächst für einen Einsatz im Pazifik aus San Diego ausgelaufen. Infolge des Kriegs mit Iran wurde der Flugzeugträger dann aber in den Nahen Osten verlegt. Erst Anfang September lief das 330 Meter lange und bis zu 74 Meter hohe Schiff dann in der thailändischen Touristenhochburg Pattaya ein – der erste Landgang nach mehr als 200 Tagen auf See. 
Die „USS Abraham Lincoln“ bei ihrer Ankunft im Hafen der Westküstenstadt San Diego.
Die „USS Abraham Lincoln“ bei ihrer Ankunft im Hafen der Westküstenstadt San Diego. . AP Photo/Karl Anderson
Barbara Klimke

Saudi-Arabien: Ziele der Huthi-Miliz angegriffen

Saudi-Arabien hat die Huthi-Miliz für Angriffe auf Flughäfen im Land verantwortlich gemacht und Vergeltung geübt. Die Streitkräfte der Koalition hätten eine umfassende Operation gestartet und 82 militärische Ziele der Huthi-Miliz in Jemen in den Provinzen Saada, Marib, Al-Dschauf und Al-Hudaida zerstört, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Zu den Zielen hätten Raketenstellungen, Kommandozentralen, Raketen- und Waffenlager gezählt. Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Zuvor hatte Saudi-Arabien mitgeteilt, drei Menschen seien bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet worden: auf die Flughäfen in Riad und in Abha im Südwesten des Königreichs. Angaben dazu, woher der Beschuss kam, machten die Behörden nicht. Die Huthi-Miliz in Jemen hatte jedoch mehrfach Angriffe auf beide Flughäfen für sich reklamiert.

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz beschießt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung in Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. 

Drei Tote bei Angriff auf Flughäfen in Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien sind drei Menschen bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet worden. Das teilte die Luftfahrtbehörde am Abend auf der Plattform X mit. Demnach waren die Flughäfen Riad sowie Abha im Südwesten des Königreichs Ziel von zwei separaten Angriffen am Dienstag und Mittwoch. In Abha seien zwei Frauen getötet und weitere 28 Menschen verletzt worden. Am Flughafen Riad sei eine Person getötet und acht weitere seien verletzt worden. Die zwei Angriffe hätten zudem Sachschaden verursacht, hieß es weiter. Details dazu gab es nicht.

In der Mitteilung der saudi-arabischen Behörde gab es keine Angaben dazu, woher der Beschuss kam. Zuvor hatte die Huthi-Miliz in Jemen mehrfach Angriffe auf beide Flughäfen für sich reklamiert. Am Montag hieß es von der Miliz unter anderem, sie habe eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha abgefeuert. 

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz beschießt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung in Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. Die jemenitischen Regierungstruppen haben am Sonntag eine Offensive begonnen, um nach eigenen Angaben alle von den Huthi besetzten Gebiete zurückzuerobern.
Anna Schimpp
Anna Schimpp

Militär: Saudi-Arabien wehrt ballistischen Raketenangriff der Huthi ab

Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen Raketenangriff der jemenitischen Huthi-Miliz abgewehrt. Nördlich der Hauptstadt Riad sei eine von den Huthi abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen und zerstört worden, teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das in Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft. Die Koalition habe die Abschussplattform mithilfe ihrer Nachrichtendienste bei der jemenitischen Hauptstadt Sanaa entdeckt und werde sie zerstören. Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Zuvor hatte er mitgeteilt, dass eine von der Huthi-Miliz in Richtung der im Süden des Landes gelegenen Stadt Chamis Muschait abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen und zerstört worden sei. Er fügte hinzu, in Sanaa sowie den jemenitischen Provinzen Saada und Amran befänden sich die Ausgangspunkte der Raketenbedrohungen durch die Huthi-Miliz. Die Koalition werde weiterhin Raketen unschädlich machen und deren Abschussstellen zerstören.

Auch in Jemen greifen die Huthi weiterhin Ziele an: Der internationale Flughafen der Hafenstadt Aden wurde mit zwei Raketen angegriffen, Berichte über Opfer gebe es jedoch keine, teilte das Medienbüro der Sicherheitsbehörden von Aden mit. 
Anna Schimpp
Anna Schimpp

Huthi: Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen hat eigenen Angaben zufolge mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Darunter seien der internationale Flughafen in Riad, eine Aramco-Raffinerie in Rabigh, der internationale Flughafen Abha und der Militärstützpunkt Chamis Muschait. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien gab es nicht.

Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei haben die rasche Verlegung gemeinsamer Truppen nach Saudi-Arabien beschlossen. Dies teilten die drei Länder am Montag in einer vom pakistanischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit. Die Entscheidung sei bei einem Dringlichkeitstreffen der sogenannten Mekka-Verteidigungsallianz in Riad getroffen worden. Die Umsetzung erfolge im Rahmen der nationalen Gesetze der drei Staaten. Der saudi-arabische Verteidigungsminister erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, das Treffen habe die Solidarität und Einheit der Länder im Angesicht der abscheulichen Angriffe auf das Königreich und die heiligen Stätten bekräftigt.

Auslöser für das Treffen war ein Vorfall in der vergangenen Woche. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition in Jemen hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die mit Iran verbündeten Huthi eine Stromverteilerstation in der saudi-arabischen Stadt Medina angegriffen hätten. Diese Anlage versorgt die Prophetenmoschee, eine der heiligsten Stätten des Islam, mit Elektrizität. 
Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei hatten im August das gemeinsame Mekka-Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Darin ist festgelegt, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland als Angriff auf alle gewertet wird. Konkrete militärische Verpflichtungen waren bei der Bekanntgabe des Paktes im Sommer jedoch nicht genannt worden. 
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