Was heute wichtig ist
Brinkhaus verzichtet zugunsten von Merz. Der bisherige Fraktionschef der Union im Bundestag macht Platz für den neuen starken Mann der CDU. Schon am 15. Februar solle neu gewählt werden, schlägt Brinkhaus vor. In einem Brief an alle Unionsabgeordneten schreibt er, es sei kein Geheimnis, dass bezüglich des Fraktionsvorsitzes zwischen Merz und ihm "unterschiedliche Auffassungen bestehen, die wir auch nicht ausräumen konnten". Daraus dürfe aber kein Dissens werden, der der Union schade. Welche Funktion Brinkhaus künftig in der Fraktion übernehmen soll, ist offenbar noch unklar. Zum Artikel
Baerbock und Habeck verabschieden sich von der grünen Parteispitze. An diesem Freitag und Samstag kommen die Grünen zu einem virtuellen Parteitag zusammen. Für das bisherige Chefduo werden wohl die stellvertretende Parteivorsitzende und Sozialpolitikerin Ricarda Lang, 28, sowie der Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker Omid Nouripour, 46, nachrücken. Auf dem Parteitag sollen auch die Fehler des Wahlkampfs aufgearbeitet werden. Dass Gerüchte die Runde machen, das Verhältnis zwischen Baerbock und Habeck sei deutlich abgekühlt, belastet die Stimmung in der Partei. Zum Artikel (SZ Plus)
EXKLUSIV Krise in China könnte Deutschlands Wirtschaftswachstum halbieren. Eine neue Corona-Welle hätte für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dramatische Folgen. Geht man davon aus, dass sie Omikron ähnlich schwer träfe wie die Variante zu Pandemiebeginn, würde das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr statt wie bisher erwartet um sechs Prozent gerade noch um 2,3 Prozent zulegen, wie ein Szenario des Analyse- und Beratungsunternehmens Prognos zeigt. Für Deutschland hieße das: Die Wachstumsprognose für 2022 müsste von bislang vier auf nur noch 2,1 Prozent gesenkt werden. Zum Artikel (SZ Plus)

SZ Magazin Steffen Seibert:"Haben Sie Frau Merkel zum Abschied umarmt?" - "Nein"
Elf Jahre lang war Steffen Seibert Regierungssprecher. Nun erzählt er erstmals seit Ende seiner Dienstzeit von seinem Verhältnis zur Kanzlerin, dem Schreck eines liegen gelassenen Handys und den Gefahren, denen die Demokratie ausgesetzt ist.
UN-Sicherheitsrat soll über Ukraine sprechen. Erstmals soll sich das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen mit der gegenwärtigen Krise um die Ukraine beschäftigen. Die USA haben ein Treffen am kommenden Montag beantragt. Anders als etwa Großbritannien oder die USA will Deutschland sein Botschaftspersonal in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erst einmal nicht zurückfahren. Zu den aktuellen Meldungen zum Ukraine-Konflikt
- Außenpolitik: Wie Altkanzler Schröder bis heute die Haltung der SPD gegenüber Putins Russland prägt (SZ Plus)
Max Eberl verlässt Borussia Mönchengladbach - nach 23 Jahren. Der Manager holte Talente wie Reus, Dante, Xhaka, Kramer oder Kruse, seine Verdienste für den Fußball-Bundesligisten sind unbestritten. Doch zuletzt geriet er in der sportlichen Krise in die Kritik. Zum Artikel
- Weltfußballverband: Empörung über Flüchtlingsäußerung von Fifa-Chef Infantino
Weitere wichtige Themen des Tages:
- Terrorverdacht: Etwa 60 deutsche Dschihadisten in Nordsyrien und im Irak in Haft
- Missbrauchsskandal: Regensburg erwägt, Papst Benedikt die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen
- Raumfahrt: Teil einer SpaceX-Rakete könnte auf dem Mond einschlagen
- Social Media: Facebook empfiehlt trotz anderslautender Zusage weiter politische Gruppen
Das Wichtigste zum Coronavirus
Inzidenz erreicht neuen Höchstwert. Der bundesweite Sieben-Tage-Inzidenzwert steigt laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf 1073, es zählt 190 000 bestätigte Neuinfektionen. Da die Kapazität der Labore erschöpft ist, dürften die Zahlen in Wahrheit deutlich höher sein; das RKI stützt sich bei seiner Lageeinschätzung inzwischen auch auf andere Faktoren. FDP-Fraktionschef Dürr will über Öffnungsperspektiven reden. Zu den aktuellen Corona-Meldungen
- Bayern: Zunehmend Kritik an Corona-Sperrstunde um 22 Uhr
- Tabakkonsum: Die Zahl der Raucher nimmt in der Pandemie wieder zu (SZ Plus)
Die Omikron-Welle hat die Schulen voll erwischt. Berlin hebt die Präsenzpflicht auf, in Nordrhein-Westfalen kollabiert das Testsystem, Schüler und Lehrer fallen massenhaft aus: Die Schulen sind in ihrer vielleicht schwersten Lage seit Beginn der Pandemie. Ein Überblick über die Zahl der Corona-Fälle bei Schülern und Lehrern sowie die Situation bei den Tests. Zum Artikel (SZ Plus)
Große Verwirrung um den Immunstatus. Die Dauer des Genesenenstatus ist auf 90 Tage verkürzt worden, das hat viel Ärger ausgelöst. Gesundheitsminister Lauterbach begründet sie wissenschaftlich, doch Experten widersprechen. Ihrer Ansicht nach müsste man dann auch die Gültigkeit des Impfzertifikats verkürzen. Zum Artikel (SZ Plus)
Bester Dinge
Halleluja, ein Führerschein. In Südafrika gibt es nur einen einzigen Drucker für Führerscheine, doch das Gerät war seit Monaten kaputt. Nun gibt es ein Happy End. Zum Artikel

