SicherheitspolitikBahn frei für ein neues atomares Wettrüsten

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Die Atomrakete  Topol-M  bei einer Militärparade im Jahr 2019 auf dem Roten Platz in Moskau: Bald könnten Russland und die USA so viele Nuklearwaffen anschaffen, wie sie wollen.
Die Atomrakete Topol-M bei einer Militärparade im Jahr 2019 auf dem Roten Platz in Moskau: Bald könnten Russland und die USA so viele Nuklearwaffen anschaffen, wie sie wollen. ALEXANDER NEMENOV/AFP

An diesem Donnerstag läuft der New-Start-Vertrag aus, der die Zahl der Atomwaffen der USA und Russlands begrenzt hat. Darüber sind nicht alle unglücklich – auch mit Blick auf China.

Von Reymer Klüver und Frank Nienhuysen

Die Präsentation vergangene Woche in Washington ging an der Welt beinahe unbemerkt vorüber. Und doch betrifft sie den Planeten existenziell, und das ist wörtlich gemeint. Denn an jenem letzten Dienstag im Januar rückten die Wissenschaftler des Bulletin of the Atomic Scientists die Zeiger der „Doomsday Clock“ auf 85 Sekunden vor Mitternacht. Seit 1947 präsentieren die Atomforscher Jahr für Jahr diese Uhr, vor allem um die ungeheure Zerstörungskraft von Atomwaffen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Damals hatte das nukleare Wettrüsten im Stillen gerade begonnen. Die Wissenschaftler wollten zeigen, wie nah die Menschheit der eigenen Zerstörung mithilfe selbstgeschaffener Technologien gekommen ist.

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:Chinas nukleare Expansion

Offiziell will China nicht mehr Atomwaffen besitzen, als notwendig sind, um Gegner abzuschrecken. In Wirklichkeit rüstet das Land seit Jahren massiv auf. Experten warnen vor weltpolitischen Verschiebungen – mit massiven Folgen für Europa.

SZ PlusVon Lea Sahay

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