Neues Ranking Rückschritte bei der Bildung

Wirtschaftsforscher sehen bundesweit Probleme bei Schulqualität, Integration und Verringerung von Bildungsarmut.

Sachsen, Thüringen und Bayern liegen in einem von Wirtschaftsforschern erhobenen Bildungsranking vorn. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Die Vergleichsstudie wird seit 2004 im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erhoben. Dabei wird anhand verschiedener Kriterien die Leistungsfähigkeit der Bildung in den Bundesländern aus einer wirtschaftlichen Perspektive untersucht. Zu den 93 Indikatoren für die Bewertung zählen zum Beispiel die Verfügbarkeit von Ganztagsschulen, Schulabbrecherquoten oder der Anteil von Schülern, die von Bildungsarmut betroffen sind. Bundesweit gab es den Angaben zufolge nahezu in allen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr Rückschritte. Die Ergebnisse verschlechterten sich demnach vor allem in den Bereichen Schulqualität, Integration und Verringerung von Bildungsarmut. Viertklässler schnitten aktuell in Deutsch und Mathematik schlechter ab als in den Vorjahren, kritisierte die Initiative. Im Vorjahresvergleich konnten sich nur Schleswig-Holstein und Berlin im Ranking verbessern. Das Land Berlin ist erstmals seit zehn Jahren nicht mehr Schlusslicht, sondern belegt den 13. Platz.