Nach Kim Jong Ils Tod Nordkorea soll Kurzstreckenrakete getestet haben

Der Nachfolger für Kim Jong Il steht gerade erst fest, da testet Kim Jong Un einem südkoreanischen Bericht zufolge eine Kurzstreckenrakete. Südkorea hat nach dem Tod des nordkoreanischen Machthabers sein Militär in Alarmbereitschaft versetzt.

Am Tag der Bekanntgabe des Todes von Machthaber Kim Jong Il hat Nordkorea offenbar eine Kurzstreckenrakete abgeschossen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter in Seoul berichtete, erfolgte der Start an der Ostküste zu Testzwecken.

Es habe jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Raketentest und der Todesnachricht gegeben, hieß es weiter. Das südkoreanische Verteidigungsministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Südkoreanische Militärbeamte konnten die Meldung zunächst nicht bestätigen.

Der Raketentest sei von Südkoreas Militär genau beobachtet worden, sagte der Regierungsvertreter in Seoul weiter. Offenbar versuche der Norden, die Waffe mittels Tests zu verbessern. Demnach hatte die Rakete eine geschätzte Reichweite von 120 Kilometern.

Nach der Nachricht vom Tod Kim Jong Ils, der laut nordkoreanischem Staatsfernsehen bereits am Samstag verstarb, versetzte Südkorea seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft. Offiziell befindet sich Pjöngjang seit dem Korea-Krieg (1950-1953) im Kriegszustand mit Seoul. Militärische Zwischenfälle an der Waffenstillstandslinie sorgen immer wieder für Spannungen.

Nachfolger des mit 69 Jahren verstorbenen Kim Jong Il wurde laut nordkoreanischen Staatsmedien dessen drittältester Sohn Kim Jong Un.