Neue Führungsriege der FDPAlte Gesichter auf neuen Posten

Sie sollen den Karren aus dem Dreck ziehen: Der designierte FDP-Chef Philipp Rösler präsentiert auf dem Parteitag der Liberalen seine neue Mannschaft. Sie besteht allerdings größtenteils aus altbekannten Politikern. Ist das ein Fehler? Stimmen Sie ab!

Philipp Rösler soll die Liberalen in eine bessere Zukunft führen. Der 38-Jährige wird als Nachfolger von Guido Westerwelle Vizekanzler und der jüngste Parteichef, den die FDP je hatte. Dafür hat Rösler auch den Sessel des Gesundheitsministers gegen den des - deutlich beliebteren - Wirtschaftsministers eingetauscht. Rösler war 2009 überraschend ins Berliner Kabinett geholt worden, vorher war er Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident in Niedersachsen.

Wie Generalsekretär Christian Lindner und NRW-Landeschef Daniel Bahr steht Rösler für einen thematisch breit aufgestellten und "mitfühlenden Liberalismus", der sich - nach eigenen Angaben - am Alltag der Menschen orientiert. Rösler soll die FDP aus dem Umfragetief holen. Während der ersten Wochen als designierter Parteichef vermittelte er allerdings nicht den Eindruck, dass sich bei den Liberalen viel geändert habe: Rösler ließ zu, dass sich seine Parteikollegen in aller Öffentlichkeit gegenseitig zerlegten. Weitere Zweifel an seiner Führungsstärke nährte sein zögerlicher Umgang mit Birgit Homburger und Rainer Brüderle, die beide nicht von ihren Posten weichen wollten.  

Bild: dpa 13. Mai 2011, 10:422011-05-13 10:42:15 © sueddeutsche.de/Reuters/liv/mikö