Nato-Ausgaben:Der Preis der Sicherheit

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Nato-Ausgaben: Manöver in Litauen: Nato-Soldaten üben für den Ernstfall. Im Bündnis ist eine Debatte entbrannt, ob die Mitgliedstaaten ihre Militärausgaben erhöhen müssen.

Manöver in Litauen: Nato-Soldaten üben für den Ernstfall. Im Bündnis ist eine Debatte entbrannt, ob die Mitgliedstaaten ihre Militärausgaben erhöhen müssen.

(Foto: Sean Gallup/Getty)

Zwei Prozent - so viel vom Bruttoinlandsprodukt sollen die Nato-Staaten in ihr Militär investieren. Dieses Ziel verfehlt Deutschland. Nun werden Stimmen lauter, die deutlich höhere Summen fordern - Berlin droht neues Ungemach.

Von Hubert Wetzel, Brüssel

Auf die Bundesregierung kommt eine neue Debatte über die Höhe ihrer Militärausgaben zu. Diplomaten in Brüssel erwarten, dass sich die Nato-Staaten in den kommenden Monaten mit der Frage nach einer Anhebung der derzeitigen Zielmarke für die Wehrbudgets befassen werden. Nach geltender Beschlusslage soll jeder Mitgliedstaat der Allianz mindestens zwei Prozent seiner Wirtschaftsleistung für die Verteidigung ausgeben. Im Gespräch ist jedoch, dieses Ziel auf drei Prozent anzuheben. Für Deutschland, das nach Nato-Berechnungen in diesem Jahr lediglich 1,44 Prozent seines Bruttoinlandprodukts (BIP) in die Verteidigung investiert - etwa 55 Milliarden Euro -, würde das eine Verdoppelung der Ausgaben bedeuten.

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