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Nato-Treffen:Außenminister beschließen neue Afghanistan-Mission

  • Beim Nato-Gipfel in Brüssel geben die Außenminster den Einsatzbefehl für 12 000 Soldaten zur Beratung und Ausbildung in Afghanistan - bis zu 850 davon soll Deutschland stellen.
  • Nato-Generalsekretär Stoltenberg spricht von einem "wirklich wichtigen Moment", Afghanistans Präsident Ghani sagt, sein Land sei fest entschlossen, "unser Schicksal selbst zu meistern".

12 000 Soldaten zu Ausbildung und Beratung nach Afghanistan

Die Außenminister der Nato-Staaten haben den Einsatzbefehl für den neuen Afghanistan-Einsatz "Resolute Support" gegeben. Bis zu 12 000 Soldaten aus Bündnisstaaten können damit am 1. Januar mit der Ausbildung und Beratung von afghanischen Sicherheitskräften beginnen. Deutschland wird bis zu 850 Soldaten bereitstellen. Kampfeinsätze sind grundsätzlich nicht mehr vorgesehen, allerdings sollen die Truppen sowohl sich selbst als auch Verbündete im Bedarfsfall mit Waffengewalt schützen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte während des Nato-Außenministertreffens in Brüssel, mit der Mission trete Afghanistan "in eine neue Ära" ein. In allernächster Zeit werde auch der Bundestag über die Nachfolgemission entscheiden.

Der Nato-Kampfeinsatz in dem vom Terror der radikalislamistischen Taliban geplagten Afghanistan läuft zum Jahresende aus. Die Verantwortung für die Sicherheit im Land sollen dann die einheimischen Streitkräfte übernehmen. "Das ist ein wirklich wichtiger Moment für uns und für Afghanistan", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu dem Beschluss.

"Fest entschlossen, unser Schicksal selbst zu meistern"

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani betonte, sein Land wolle keine Belastung für die internationale Gemeinschaft sein. "Wir sind fest entschlossen, unser Schicksal selbst zu meistern und die Vergangenheit hinter uns zu lassen", sagte er. Die Menschen in Afghanistan wollten ganz einfache Dinge: Kinder sollten Volleyball spielen gehen können, ohne Furcht in die Luft gesprengt zu werden, Mädchen sollten Universitäten besuchen können, alte Menschen eine sichere Rente bekommen.

© Süddeutsche.de/dpa/AFP/mane/fued
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