IranStiftung: Nobelpreisträgerin Narges Mohammadi auf Intensivstation

Dieses von der Narges-Mohammadi-Stiftung zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Menschenrechtsaktivistin im Februar 2025.
Dieses von der Narges-Mohammadi-Stiftung zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Menschenrechtsaktivistin im Februar 2025. Nooshin Jafari/Narges Mohammadi Foundation/AP/dpa

Der Gesundheitszustand der iranischen Menschenrechtsaktivistin hat sich verschlechtert. Wegen akuter Herzprobleme befindet sie sich laut ihrem Umfeld auf der Intensivstation.

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Die inhaftierte iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben aus ihrem Umfeld wegen akuter Herzprobleme auf die Intensivstation verlegt worden. Ihre Beschwerden hätten sich nach der Einlieferung ins Krankenhaus verschlimmert, teilte Mohammadis Stiftung auf der Plattform X mit. Sie leide unter anhaltend instabilen Blutdruckwerten sowie starker Übelkeit, hieß es.

Die 54‑Jährige befindet sich derzeit in einem Krankenhaus in Sandschan im Nordwesten Irans, wo sie auch inhaftiert ist. Laut ihrer Stiftung ist das medizinische Personal dort jedoch nicht ausreichend mit ihrer Krankengeschichte vertraut. Für Behandlungen müsse sie dringend nach Teheran verlegt und von ihrem eigenen Fachärzteteam betreut werden.

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Zum 14. Mal wurde Narges Mohammadi im Dezember 2025 verhaftet – noch vor den Protesten. Nun soll sie sich nach einem Herzinfarkt in einem kritischen Zustand befinden. Ihre Familie wirft dem Regime vor, ihr die medizinische Behandlung zu verweigern.

SZ PlusVon Raphael Geiger

Mohammadis Anwalt, Mostafa Nili, erklärte, die Aktivistin leide seit Längerem an Herzrhythmusstörungen. Am Freitag sei sie nach starken Brustschmerzen zusammengebrochen und daraufhin vom Zentralgefängnis Sandschan ins Krankenhaus gebracht worden.

Bereits im April hieß es von Mohammadis Bruder, Hamid‑Reza Mohammadi, ihr Gesundheitszustand sei besorgniserregend. Nach einem Herzinfarkt Ende März sei sie stark geschwächt und habe deutlich an Gewicht verloren. Die Familie äußerte große Sorge, insbesondere aufgrund der unzureichenden medizinischen Versorgung im Gefängnis.

Mohammadi wurde 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe in Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Anfang Februar wurde sie laut ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen „Verschwörung und propagandistischer Tätigkeit“ verurteilt. Zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot.

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