Nahostkonflikt:Israel fliegt erneut Luftangriffe auf Gaza

Nahostkonflikt: Rauch und Staub steigen auf: Gaza-Stadt ist erneut von der israelischen Luftwaffe mit Raketen beschossen worden.

Rauch und Staub steigen auf: Gaza-Stadt ist erneut von der israelischen Luftwaffe mit Raketen beschossen worden.

(Foto: AP)

Kein Ende der Gewalt im Nahen Osten: Die israelische Luftwaffe fliegt neue Angriffe auf die Stadt Gaza. Augenzeugen berichten, ein Hochhaus sei schwer beschädigt worden. Auch die Palästinenser feuern Raketen auf israelische Städte. Ägypten bemüht sich um eine neue Waffenruhe.

  • Israel hat seine Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei zwei Personen getötet und 20 Personen verletzt.
  • Seit Beginn der israelischen Offensive starben palästinensischen Angaben zufolge 2123 Menschen, davon mehr als 490 Kinder.
  • Palästinenser feuern Raketensalve auf mehrere israelische Städte.
  • Israelische Medien berichten, eine Waffenruhe könnte in den nächsten Stunden erreicht werden.

Israel setzt Beschuss auf Gazastreifen fort

Israel hat seine Luftangriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Erneut wurde ein 13-stöckiges Wohnhaus fast dem Erdboden gleichgemacht. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei zwei Personen getötet und 20 verletzt. Zur Warnung der 70 Familien in dem Gebäude hatte Israel in der Nacht zum Dienstag zwei Raketen ohne Sprengsatz vorausgeschickt. Hunderte Nachbarn wurden evakuiert, um nicht durch das einstürzende Gebäude zu Schaden zu kommen.

Israel wollte sich zu dem Angriff zunächst nicht äußern. Am Montag waren bei Luftangriffen Israels neun Palästinenser ums Leben gekommen. Dem israelischen Militär zufolge wurden mehr als 130 Raketen auf den Süden des Landes abgeschossen.

Bislang mehr als 2100 Menschen im Gazastreifen getötet

Seit Beginn der israelischen Offensive am 8. Juli starben palästinensischen Angaben zufolge 2123 Menschen, davon mehr als 490 Kinder. Auf israelischer Seite wurden 64 Soldaten und vier Zivilisten getötet.

Palästinenser feuern Raketensalve auf mehrere israelische Städte

Militante Palästinenser haben im Gazastreifen am Dienstagmorgen erneut eine Raketensalve auf mehrere israelische Städte abgefeuert. Auch in Tel Aviv heulten die Warnsirenen. Ein Geschoss sei über dem Großraum der Küstenmetropole abgefangen worden, teilte die Armee mit. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.

Raktenalarm war ebenfalls in den Küstenstädten Aschkelon und Aschdod sowie weiteren Ortschaften zu hören. In Aschkelon sei eine Rakete in einem Haus eingeschlagen und habe es schwer beschädigt.

Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen waren am Montagabend aus dem Libanon abgefeuerte Raketen des Typs Katjuscha in Israel eingeschlagen. Nach Angaben der Armee gingen zwei Geschosse in Galiläa nieder. Eine Rakete sei in der Nähe der Grenzstadt Kiriat Schmona und eine weitere in der Nähe der Grenze eingeschlagen, teilte der israelische Rundfunk mit. Im Gegenzug bombadierte die israelische Artillerie nach Militärangaben den Abschussort.

Israelische Medien: Waffenruhe in nächsten Stunden möglich

Unterdessen bemühte sich Ägypten weiter um eine neue Waffenruhe. In israelischen Medien hieß es, eine Einigung könne innerhalb der nächsten Stunden erzielt werden. Frühere Waffenruhen scheiterten bereits nach Tagen. Erschwert werden die Verhandlungen, weil sich sowohl Israel als auch die Palästinenser weigern, direkt miteinander zu sprechen. UN-Diplomaten zufolge haben die USA im UN-Sicherheitsrat einen eigenen Entwurf für eine Resolution für einen Waffenstillstands vorgelegt. Zusammen mit Jordanien und europäischen Vertretern solle nun ein gemeinsamer Text ausgearbeitet werden.

© SZ.de/Reuters/fie/gal
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