Angriff auf Solidaritätsflotte:Blutbad in internationalen Gewässern

Eine internationale Hilfsaktion für die Menschen im abgeriegelten Gaza-Streifen ist in eine Katastrophe gemündet - und ruft Entsetzen hervor.

1 / 7
(Foto: Reuters)

Eine internationale Hilfsaktion für die Menschen im abgeriegelten Gaza-Streifen ist in eine Katastrophe gemündet: Ein Elitekommando der israelischen Armee hat gewaltsam die Schiffe der "Solidaritätsflotte" für den Gaza-Streifen gestoppt. Nach Angaben des israelischen Fernsehens sind bei dieser Aktion neun Menschen getötet worden.

2 / 7
(Foto: dpa)

Trotz israelischer Warnungen war der aus sechs Schiffen bestehende Konvoi am Sonntag aus internationalen Gewässern bei Zypern aufgebrochen. An Bord der Schiffe befinden sich etwa 10.000 Tonnen Hilfsgüter, darunter auch hundert Fertighäuser, 500 Rollstühle und medizinische Ausrüstung.

3 / 7
(Foto: dpa)

Etwa 700 Aktivisten, unter ihnen der schwedische Krimiautor Henning Mankell, EU-Parlamentarier, Künstler und eine Holocaust-Überlebende begleiteten die Hilfslieferungen. Auch drei Politiker der deutschen Linken waren an Bord. Es handelt sich um die beiden Abgeordneten Annette Groth und Inge Höger sowie den früheren Parlamentarier Norman Paech. Sie sind offenbar wohlauf.

4 / 7
(Foto: AP)

Was sich genau in der Nacht zum Montag auf dem Mittelmeer in internationalen Gewässern ereignete, blieb zunächst unklar. Beide Seiten lieferten verschiedene Darstellungen. Fest steht, dass die Aktion zwischen 4.30 Uhr und 5 Uhr (Ortszeit) am frühen Montagmorgen stattfand.

5 / 7
(Foto: AP)

Die Armee rechtfertigte das gewaltsame Vorgehen damit, dass die pro-palästinensischen Aktivisten auf dem Schiff mit Messern und Eisenstangen gegen die eindringenden Soldaten vorgegangen seien. Der Versuch, den Gazastreifens trotz Blockade zu erreichen, sei ein Bruch "internationalen Rechts".

6 / 7
(Foto: AP)

Der Vorfall belastet auch die diplomatischen Beziehungen Israels zur Regierung in Ankara, weil einige der Schiffe unter türkischer Flagge fuhren. Nach Berichten des Senders al-Dschasira befänden sich unter den Toten neun türkische Staatsbürger.

7 / 7
(Foto: AFP)

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul demonstrierten etwa 300 Menschen mit palästinensischen Flaggen und riefen anti-israelische Parolen. Sie forderten den Einsatz von Soldaten, um die von Israel beschlagnahmten Schiffe freizubekommen.

© sueddeutsche.de/juwe - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: