Seit Beginn der Waffenruhe im Libanon vor drei Wochen sind nach israelischen Angaben mehr als 200 Kämpfer der proiranischen Hisbollah-Miliz getötet worden. „In den vergangenen Wochen wurden mehr als 220 Terroristen und Kommandeure der Terrororganisation Hisbollah eliminiert, die eine Bedrohung für israelische Soldaten und israelische Zivilisten darstellten“, hieß es in einer Armee-Mitteilung. Allein vergangene Woche seien 85 Hisbollah-Kämpfer getötet worden. Hisbollah äußert sich nicht zu eigenen Verlusten.Israels Armee darf sich laut der Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber „offensive“ Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, am Mittwochabend sei bei einem gezielten israelischen Angriff in den südlichen Vororten Beiruts der Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet worden. Der Kommandeur Malek Balut soll demnach führend an der Planung eines Vorstoßes in den israelischen Norden beteiligt gewesen sein. Dieser Vorwurf lässt sich nicht unabhängig überprüfen.