US-Präsident Joe Biden hat sich in der Talkshow des Komikers Seth Meyers zu einem möglichen Lösungsweg im Gaza-Krieg geäußert. "Es gibt einen Pfad nach vorn, mit Schwierigkeiten", sagte Biden in der am Montag aufgezeichneten Sendung. Zuallererst müssten die immer noch in Gaza gefangen gehaltenen israelischen Geiseln freigelassen werden. "Es gibt auch eine Übereinkunft seitens der Israelis, dass sie keine Aktivitäten während des (muslimischen Fastenmonats) Ramadan unternehmen würden, um uns die Zeit zu geben, alle Geiseln herauszubekommen", ergänzte Biden. Damit gab Biden letztlich wieder, was israelische Medien zuletzt über die Verhandlungen der Vermittler in dem Konflikt berichteten. Demnach wäre Israel bereit, eine rund sechswöchige Waffenruhe zu akzeptieren. Dies sieht den Berichten zufolge ein von den Vermittlerstaaten Ägypten, Katar und den USA kürzlich in Paris vorgeschlagener Verhandlungsrahmen vor. Nach der Aufzeichnung der Sendung hatte Biden am Montagabend (Ortszeit) zudem die Hoffnung auf eine baldige Feuerpause zwischen Israel und der Hamas konkretisiert. "Mein nationaler Sicherheitsberater sagt mir, dass wir nahe dran sind", sagte Biden. Noch sei man nicht am Ziel. "Ich hoffe, dass wir bis kommenden Montag eine Waffenruhe haben werden." Der muslimische Fastenmonat Ramadan beginnt um den 10. März.
Ob die internationalen Vermittler bis dahin ein Abkommen über einen erneuten Geisel-Austausch aushandeln können, ist jedoch ungewiss. Katar zeigt sich zurückhaltend. Es könne kein Durchbruch bei den Verhandlungen für eine Feuerpause und zur Freilassung von Geiseln vermeldet werden, sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums. Das Emirat dränge aber mit Nachdruck darauf, dass Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas einer Vereinbarung zustimmen. Katar sei zuversichtlich und optimistisch, was die Vermittlungsbemühungen angehe. Äußerungen des US-Präsidenten könne die Regierung von Katar nicht kommentieren, betonte der Sprecher.