SZ Espresso Nachrichten kompakt - die Übersicht für Eilige

Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament

(Foto: Jean-Francois Badias/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Christian Simon

Der Tag kompakt

Manfred Weber erteilt Europas rechten Parteien eine Absage. Der EVP-Spitzenkandidat schließt im SZ-Interview eine Zusammenarbeit mit Matteo Salvinis Lega und der polnischen nationalkonservativen PiS aus - und fordert die Sozialdemokraten auf, es ihm gleich zu tun. Stattdessen will Weber in der politischen Mitte eine Mehrheit finden. Sein Angebot gelte "all jenen, die Europa voranbringen wollen, also auch den Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen". Von Karoline Meta Beisel, Matthias Kolb und Alexander Mühlauer

Angela Merkel wird bei Regierungserklärung grundsätzlich. Die Kanzlerin sagt, dass sie "bis zur letzten Stunde" für einen geordneten Austritt der Briten kämpfen werde. Zudem spricht sie die großen Probleme Europas an. Dabei wird deutlich: Sie hält die Europäische Union für die beste aller Lösungen, auch wenn oft schwere Kompromisse nötig seien. Selten hat man Merkel so leidenschaftlich gehört, berichtet Stefan Braun.

Täter von Utrecht wegen Mordes in terroristischer Absicht angeklagt. Am Montag waren in Utrecht in einer Straßenbahn drei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Der Attentäter handelte wohl allein. Jetzt muss er sich wegen Terrorismus verantworten. Die Ermittler schließen aber auch weiterhin persönliche Probleme des Mannes als Motiv nicht aus - "in Kombination mit einer Radikalisierung". Zum Artikel

Baufirmen finden kaum noch Flächen für neue Wohnungen. Die Bundesregierung verfehlt ihr Ziel, jährlich 375 000 Wohnungen neu zu schaffen, nach Ansicht der privaten Immobilienwirtschaft deutlich. Baufirmen beklagen sich über Spekulanten und Kommunen, die immer weniger Flächen als Bauland ausweisen. Von Andreas Remien

Hilfsorganisationen befürchten Langzeitkrise in Ostafrika. Da weite Teile der vom Wirbelsturm Idai betroffenen Länder von der Außenwelt abgeschnitten sind, ist das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar. Weil Ernten und Saatgut in Massen zerstört wurden, könnten Nahrungsmittelengpässe für lange Zeit das Leben der betroffenen Menschen bestimmen. Zum Text

Aldi schafft Plastikfolien für Salatgurken ab. Ein Test habe ergeben: Auch bei importierten Gurken aus Spanien hat die Verpackung kaum Einfluss auf die Frische des Produkts. Viele andere Hersteller wollen trotzdem nicht auf die Plastik-Ummantelungen verzichten. Von Vivien Timmler

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Wer täglich kifft, leidet häufiger an Psychosen. Wissenschaftler haben in einer großen Studie in Europa und Brasilien den Konsum von Cannabis und die Folgen für die psychische Gesundheit untersucht. Von Kathrin Zinkant

Neuseeland verbietet halbautomatische Waffen. Nach dem Anschlag vergangene Woche, bei dem 50 Menschen getötet wurden, will die Regierung außerdem legal erworbene Waffen zurückkaufen. Zum Text

So will Edeka Heinz-Ketchup verdrängen. Der Streit zwischen dem Saucen-Hersteller und der Einkaufsgemeinschaft schwelt schon seit Wochen. Von Michael Kläsgen

SZ-Leser diskutieren​

Verfassungsschutz: mehr Befugnisse - mehr Sicherheit? Das Innenministerium will den Verfassungsschutz auf Whatsapp mitlesen lassen. "Der Überwachungswahn wird kein einziges Verbrechen verhindern", schreibt Hans_im_Glueck, "es gibt nur zusätzliche Zuschauer". Timka hat bei der Überwachung von Messengern "gemischte Gefühle": "Einerseits ist es ein Problem, wenn konspirative Treffen über Whatsapp laufen, also jenseits des Zugriffes der Sicherheitsbehörden." Andererseits handle es sich um "Einschränkungen der Rechte des Bürgers". Diskutieren Sie mit uns.