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SZ Espresso:Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

Drehte am Sonntagabend eine Runde vor dem Krankenhaus: US-Präsident Donald Trump.

(Foto: AFP)

Was wichtig ist und wird.

Von Juri Auel

Die News zum Coronavirus

Trump verlässt für Gruß an Anhänger kurz die Klinik. Der infizierte US-Präsident hat sich in einer Limousine an seinen vor dem Krankenhaus ausharrenden Anhängern vorbeifahren lassen. Ein Arzt der Klinik, in der Trump untergebracht ist, spricht von "politischem Theater", das die Gesundheit von Menschen gefährdet habe. Bei "Anne Will" findet eine Historikerin, man könne sich der Schadenfreude wegen Trumps Corona-Infektion kaum erwehren. Zur TV-Kritik von Thomas Hummel

New York wegen Zunahme von Corona-Fällen vor neuen Beschränkungen. Allein im Stadtteil Brooklyn infizierten sich in den vergangenen vier Tagen fast 1100 Menschen. Auch Paris steht vor der Ausrufung der "maximalen Alarmstufe" - und neuen Beschränkungen. Weltweite Meldungen

Was außerdem wichtig ist

Belarus schränkt Pressefreiheit weiter ein. Die Behörden erklären alle Akkreditierungen ausländischer Journalisten für ungültig. Bereits seit der manipulierten Präsidentschaftswahl im August erschweren sie die Berichterstattung massiv. Erneut gehen mehr als 100 000 Menschen auf die Straße, um gegen Präsident Lukaschenko zu demonstrieren.

FC Bayern besiegt Hertha mit 4:3. Lewandowski erzielt alle Münchner Treffer - das Siegtor fällt per Elfmeter in der Nachspielzeit, berichtet Christof Kneer. Der immer fitte Goretzka wirkt müde und Müller schreit vor Frust. Die Bayern in der Einzelkritik

Bitterer Abend für Jürgen Klopp in der Premier League. So viele Gegentore hat der FC Liverpool zuletzt vor über 50 Jahren kassiert: Das Team des deutschen Trainers verliert in Birmingham bei Aston Villa mit 2:7. Liverpool-Torwart Adrian, der für den verletzten Stammkeeper Alisson im Tor stand, leitete die deutliche Pleite mit einem Patzer ein.

Was wichtig wird

Corona-Kabinett tagt in Berlin. Die Bundeskanzlerin kommt mit den Fachministern zusammen, deren Ressorts bei der Bekämpfung der Pandemie besonders im Zentrum stehen. Konkret wollen die Beteiligten über die Umsetzung der Beschlüsse des jüngsten Bund-Länder-Gipfels zur Eindämmung des Coronavirus beraten. Dabei geht es unter anderem um Einreiseregelungen für Urlauber.

Nachfolgekonferenz zum Berliner Libyen-Gipfel. Fast neun Monate danach bilanzieren die Teilnehmerstaaten, ob ihre Vereinbarungen Wirkung gezeigt haben. In einer Gipfelerklärung hatten sich 16 Staaten dazu verpflichtet, das seit neun Jahren bestehende Waffenembargo für Libyen einzuhalten und auf die Einmischung in den Konflikt zu verzichten. Allerdings werden immer noch Waffen in das nordafrikanische Bürgerkriegsland geliefert.

Erdgasstreit: Stoltenberg besucht Ankara und Athen. Der Nato-Generalsekretär wird türkischen Angaben zufolge von Präsident Erdoğan empfangen und soll auch Außenminister Çavuşoğlu in Ankara treffen. In Athen ist ein Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis geplant.

EU-Abgeordnete debattieren über Rechtsstaatlichkeit in der EU. Dabei soll es unter anderem um die Einrichtung eines Rechtsstaatlichkeitsmechanismus gehen und inwiefern dieser an den geplanten langjährigen Haushaltsrahmen gekoppelt werden kann. Eine Mehrheit der EU-Staaten hat diesen Mechanismus gegen den Willen Polens und Ungarns vorab beschlossen. Die Abgeordneten debattieren dazu über eine Gesetzesinitiative zu einem ständigen Überwachungsmechanismus. Über die Initiative soll später in der Woche abgestimmt werden.

Bekanntgabe der Nobelpreisträger für Medizin. Häufig geht die Ehrung an mehrere Wissenschaftler zugleich, die gemeinsam oder zum selben Fachgebiet geforscht haben. Dotiert ist der Nobelpreis in diesem Jahr mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 950 000 Euro) pro Kategorie. Die Verkündung und die Verleihung der Nobelpreise wird in diesem Jahr eine schlichte Angelegenheit, schreibt Thomas Steinfeld. Wegen der Skandale der vergangenen Jahre ist die Zurückhaltung willkommen.

Frühstücksflocke

Ein Bad ohne Menge. In Island taucht aus dem Nichts eine Dusche auf. In München taucht aus dem Nichts ein Motivationskünstler mit Tour-de-France-Sportreporter-Stimme für den Fahrradweg zur Arbeit auf. Und in Rom taucht der Tourist mit dem Mietwagen allzu tief ins Gassengewirr ein, kann aber dank polizeilicher Hilfe durch die Fußgängerzone entschwinden. Zur SZ-Kolumne "Mitten in"

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