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Randale und Plünderungen in Stuttgart

Menschen stehen vor einem geplünderten Geschäft in der Stuttgarter Marienstraße.

(Foto: Julian Rettig/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Jana Anzlinger

Was wichtig ist

Stuttgarter Polizeipräsident will Herkunft recherchieren und erntet Kritik. Vor drei Wochen kam es in der Stadt zu Ausschreitungen. Polizeipräsident Lutz soll danach im Gemeinderat angekündigt haben, dass die Polizei den familiären Hintergrund der mutmaßlich an der Randale Beteiligten untersuchen wolle. "Es gibt überhaupt keine für mich verständliche Erklärung für ein solches Vorgehen", sagt Niedersachsens Innenminister Pistorius der SZ.

UN-Sicherheitsrat verlängert Syrienhilfe. Die humanitäre Hilfe für Millionen Menschen wird fortgesetzt - allerdings nur eingeschränkt. Das UN-Gremium stimmte einem deutsch-belgischen Kompromissvorschlag zu, nachdem Russland und China mehrere andere Vorschläge blockiert hatten. Streitpunkte waren die Dauer der Lieferungen und die Zahl der Grenzübergänge, über die sie ins Land dürfen. Details von Daniel Brössler und Paul-Anton Krüger

Auskunft zu Gespräch zwischen Bafin und Wirecard bleibt geheim. Was hat Unternehmensvorstand Braun Ende 2019 mit Finanzstaatssekretär Kukies besprochen? Das Finanzministerium gibt keine Auskunft. Die Details. Wie Wirtschaftsprüfer den Machenschaften bei dem Konzern auf die Schliche gekommen sind, steht hier (SZ Plus). Tausende Wirecard-Beschäftigte fürchten nach dem Skandal nicht nur um ihre berufliche Existenz - sie stehen auch ziemlich alleine da. Zwei Mitarbeiter erzählen (SZ Plus).

Kritik an Hagia-Sophia-Entscheidung. Unter anderem Papst Franziskus bringt sein Bedauern über die Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul zu einer Moschee zum Ausdruck. Er sei "voller Schmerz". Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland Sofuoğlu sagt, es handle sich um eine "absolute Fehlentscheidung". Mehr dazu. Der türkische Präsident Erdoğan hat eine Grenze überschritten, kommentiert Tomas Avenarius.

Iran: PS752 wegen Fehler im Raketenschild abgeschossen. Ermittler der Luftfahrtbehörde kommen ein halbes Jahr nach dem Unglück zu dem Ergebnis, dass das System nicht richtig ausgerichtet worden sei. Ihr Bericht geht auf mehrere Momente ein, in denen ein Abschuss des Flugs hätte verhindert werden können. Die Einzelheiten

Gedenken an Srebrenica. Vom 11. Juli 1995 an wurden im ostbosnischen Srebrenica etwa 8000 muslimische Männer und Jungen von serbischen Verbänden ermordet. Bilder des Gedenkens am 25. Jahrestag. Die Überlebenden des Massakers kämpfen gegen die Gleichgültigkeit der anderen, schreibt Jagoda Marinić in ihrer Kolumne.

Das Wichtigste zum Coronavirus

EXKLUSIV Die Impfbereitschaft gegen das Coronavirus sinkt. Nur noch 61 Prozent der Menschen in Deutschland wollen sich einer Studie zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen, schreibt Kristiana Ludwig.

Trump trägt Maske bei Besuch im Militärkrankenhaus. Der US-Präsident hatte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes lange Zeit für sich abgelehnt. Trotz steigender Fallzahlen in Florida öffnet dort der Disney-Freizeitpark wieder. Hunderte deutsche Urlauber feiern am Ballermann ohne Abstand und Masken. Weltweite Meldungen im Überblick

Außerdem wichtig:

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Trump pfeift auf die Justiz. Mit dem Straferlass für seinen alten Kumpel Stone zeigt der US-Präsident einmal mehr, dass für ihn das Gesetz nur gilt, wenn es ihm nutzt. Dass die Republikaner Trump das durchgehen lassen, ist der eigentliche Skandal dieser unwürdigen Präsidentschaft. Kommentar von Thorsten Denkler

Langes Leiden am Coronavirus. Viele Covid-19-Patienten genesen nach zwei Wochen wieder. Doch eine zunehmende Zahl klagt noch nach Monaten über belastende und teils seltsame Symptome. Von Berit Uhlmann

Sein Name ist Marsalek, Jan Marsalek. Wie ein großes Puzzle fügt sich allmählich das Bild des Ex-Wirecard-Managers zusammen. "James Bond war sein Ding", sagt ein Bekannter, "Geheimdienste seine Faszination". Von Frederik Obermaier, Christoph Giesen und Oliver Das Gupta

SZ-Leser diskutieren​

Ihr Blick auf die Präsidentschaftswahl in Polen. "Mein Blick auf die Wahl ist sehr skeptisch mit einem ganz kleinen Funken Hoffnung. Hoffnung darauf, dass die Demokratie- und EU-feindliche PiS abgewählt wird. Ich wünsche mir eine starke und nach außen einige EU", schreibt thebonepeople. Goldi53 hat ein "sehr zwiespältiges Gefühl, wenn es um die Rechtsstaatlichkeit geht. Die PiS hat seit ihrer Machtübernahme im Jahre 2015 im Bereich des Justizwesens ihren Einfluss massiv erweitert." Hustensaft findet: "Jeder Demokratie tut es gut, wenn die Macht immer wieder einmal wechselt, respektive wenn unterschiedliche Machtebenen von politisch unterschiedlichen Strömungen besetzt sind." Diskutieren Sie mit.

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