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SZ-Espresso:Nachrichten kompakt - die Übersicht für Eilige

Weekly Government Cabinet Meeting

Gesundheitsminister Spahn in Berlin.

(Foto: Henning Schacht/Getty Images)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Martin Anetzberger

Alles Wichtige zum Coronavirus

Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet. Das teilt Spahns Sprecher in Berlin mit. Er habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben. Bislang hätten sich beim Minister nur Erkältungssymptome entwickelt. Alle Kontaktpersonen würden aktuell informiert. Zur Nachricht

Bayern führt dunkelrote Corona-Ampel-Farbe ein. In Gebieten mit einem Inzidenzwert von 100 oder mehr sollen Veranstaltungen nicht mehr als 50 Teilnehmer haben, die Sperrstunde greift dann schon um 21 Uhr. Das kündigt Ministerpräsident Söder (CSU) an. Ausnahmen soll es für Gottesdienste und Demonstrationen geben. Kritik kommt von der Opposition, aber auch vom Koalitionspartner Freie Wähler. Mehr Infos. In der Pandemie hat Markus Söder zuletzt zu wenig erklärt und zu viel verordnet, kommentiert Johann Osel.

Deutschlands Nachbarländer melden neue Corona-Höchstwerte. Polen, die Schweiz, die Niederlande und auch Österreich erreichen neue Tageshöchstwerte bei Neuinfektionen. In Tschechien müssen fast alle Geschäfte schließen. Zum weltweiten Überblick

Widerstand in Osttirol gegen die Einstufung als Risikogebiet. Seitdem das österreichische Tirol von Deutschland zum Risikogebiet erklärt wurde, gilt auch für die Tiroler Exklave eine Reisewarnung, obwohl die Infektionszahlen unter dem landesweiten Schnitt liegen. Wie sinnvoll ist es, bei einer Pandemie in Grenzen zu denken? Von Dominik Prantl (SZ Plus)

Außerdem wichtig:

Was sonst noch wichtig ist

Messerattacke in Dresden: Verdacht auf islamistischen Terror. Der in einem Fall tödliche Angriff auf zwei Touristen aus Nordrhein-Westfalen am 4. Oktober in Dresden hat möglicherweise einen extremistischen Hintergrund. Es sei Haftbefehl gegen einen 20-jährigen Mann aus Syrien erlassen worden, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Zur Nachricht

Trojaner für Whatsapp: Der Verfassungsschutz liest mit. Nach langem Ringen bekommt Bundesinnenminister Seehofer (CSU) ein Gesetz, mit dem auch der Verfassungsschutz Trojaner einsetzen darf, um Verdächtige auszuspähen. Die Opposition vermutet, die SPD habe dem Gesetz zugestimmt, um die Zustimmung von der Union zu einer ebenfalls umstrittenen Studie zu Rassismus in der Polizei zu erhalten. Max Muth berichtet.

Vandalismus in Berlin - 63 Kunstwerke mit Öl bespritzt. Täter und Motiv für die Sachbeschädigung in Berliner Museen sind unbekannt. Besonders seltsam ist aber, dass die Anschläge geheim gehalten wurden. Jörg Häntzschel und Verena Mayer berichten.

Polizei stößt in NRW offenbar auf eine Sekte. Mindestens eine Person wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters im nordrhein-westfälischen Goch gegen ihren Willen festgehalten. Ein Mann, der sich selbst als Prophet bezeichnet, wird bei einer Razzia festgenommen. Mehr Infos

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Eine unnötige Reform. Der Begriff "Rasse" soll aus dem Grundgesetz gestrichen werden. Um wirklich etwas gegen Rassismus zu tun, wären andere Reformen wichtiger. Kommentar von Wolfgang Janisch

"Es geht so nicht mehr weiter." Der öffentlich-rechtliche Sender NOS entfernte vorige Woche die Logos des Senders von den Dienstfahrzeugen, um Mitarbeiter zu schützen. Fast täglich werden in den Niederlanden Journalisten attackiert. Von Thomas Kirchner

Was tun mit einem Unbelehrbaren? Der Hitler-Verehrer und Holocaustleugner Horst Mahler kommt bald aus der Haft frei. Staatsanwälte fordern, er solle künftige Texte vorab der Polizei melden. Ein heikler Antrag. Von Wolfgang Janisch

SZ-Leser diskutieren

Corona-Politik: Mehr Debatten für mehr Akzeptanz? "Parlamentarischer Streit, ja", findet Auermann, "und doch müssen schnell und entschieden Maßnahmen getroffen werden, bevor die Infektionszahlen unaufhaltsam durch die Decke schießen." Knispeli sieht es ähnlich: "Wenn die Parlamentarier sich mehrheitlich an den Erkenntnissen der Wissenschaft orientieren (...) und gegebenenfalls auch sehr schnell entscheiden, soll es mir recht sein. Sonst eher nicht." Crowdvoting hält die aktuelle Diskussion über Rolle und Einfluss des Parlaments in Krisenzeiten für "richtig, wichtig und notwendig", sieht jedoch ein "föderales Chaos": "Es gibt auch föderalen Unfug, den es zu beenden gilt." Diskutieren Sie mit.

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