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SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Britain's Prime Minister Boris Johnson speaks at the House of Commons in London

Möchte "mit größtmöglichem Optimismus" an die Sache herangehen: Boris Johnson.

(Foto: REUTERS)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

Johnson will Brexit zum 31. Oktober "unter allen Umständen". In seiner ersten Unterhausrede als Premier prophezeit der Konservative den Briten eine "glorreiche Zukunft", den Deal seiner Vorgängerin May nennt er "inakzeptabel". Thomas Kirchner berichtet. In sein Kabinett beruft er vor allem Brexit-Hardliner. Der frühere Brexit-Minister Dominic Raab wird Außenminister. Labour-Chef Corbyn fordert ein erneutes Referendum über den Ausstieg aus der EU.

EZB bereitet Zinssenkung vor. Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Auch der sogenannte Einlagenzins bleibt bei minus 0,4 Prozent. Damit müssen Banken weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der EZB überschüssiges Geld parken. Bereits im September könnten die Strafzinsen weiter ins Negative gedrückt werden. Zum Bericht von Jan Willmroth

Spanien steuert auf Neuwahlen zu. Ministerpräsident Sánchez scheitert an der Regierungsbildung. Bei der Abstimmung im Parlament droht er deshalb erneut keine Mehrheit zu bekommen. Ursache ist, dass sich Sánchez' Sozialisten mit dem linken Bündnis Unidas Podemos nicht auf die Verteilung der Ministerien einigen konnten. Mehr Infos

Deutschland und Österreich einigen sich auf Maßnahmen im Transitstreit. Ziel sei es, die Lage an der Grenze zu verbessern und den "Gesprächsstau" aufzulösen, sagt Bundesverkehrsminister Scheuer nach einem Treffen mit den Kollegen aus Bayern und Österreich. Zu dem Plan gehören eine stärkere Verlagerung des Autobahnverkehrs Richtung Brenner auf die Schiene, eine intelligentere Abfertigung, ein mobiles LKW-Leitsystem sowie bessere Terminals. Warum Tirol zu Recht auf eine andere Verkehrspolitik drängt.

Amazon verliert Markenstreit gegen Outdoor-Ausrüster. Wer zum Beispiel "Ortlieb Fahrradtasche" via Google sucht, findet viele Taschen, die nicht von Ortlieb sind, wenn er auf das Amazon-Suchergebnis klickt. Mit dieser Praxis werde das Markenrecht des Herstellers verletzt, befindet der BGH in einer Grundsatzentscheidung und verurteilt den Internetkonzern auf Unterlassung. Zur Nachricht

Ständig neue Hitzerekorde in Deutschland. Gestern Geilenkirchen, heute dann zunächst Bonn-Roleber, schließlich Lingen. In der Bundesrepublik werden am laut Vorhersagen bisher heißesten Tag des Jahres Berichten zufolge bis zu 41,6 Grad erreicht. Lesen Sie hier unseren Hitze-Liveblog.

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

In Wächtersbach wird auf einen Mann geschossen - und alle twittern über Schweinefleisch. Halb so schlimm, die Gewalttat, weil das Opfer überlebt hat? Die Zivilgesellschaft muss endlich zeigen, dass sie Hass und Gewalt von rechts nicht hinnimmt. Kommentar von Detlef Esslinger

Mode ist politisch. Die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez bringt Präsident Trump zur Weißglut und schafft daneben noch etwas Bemerkenswertes: Sie macht Politik ohne Hosenanzug, würdigt mit ihrer Kleidung große Frauen - und wenn sie dafür angegriffen wird, reagiert sie äußerst souverän. Von Silke Wichert

"Im schlimmsten Fall klammern sie sich fest." Wie man andere und sich selbst vor dem Ertrinken rettet, erklärt DLRG-Experte Carsten Rosenberg. Und warum Kinder noch in Lebensgefahr sein können, wenn sie längst aus dem Wasser sind. Interview von Katja Schnitzler

SZ-Leser diskutieren​

Was ist die Lösung im Transit-Streit? Wuerth schreibt: "Zunächst einmal ist das Wichtigste, einzusehen, dass Tirol 'Notwehrmaßnahmen' ergreift, um gegen die Auswüchse der 'nahezu uneingeschränkten Mobilität' vorzugehen. Wer Österreich nur als Transitland benutzt, der möge bitte auch nur die Transitrouten benutzen." NetFiddler schlägt einen "Ausbau der Verkehrswege" vor. Und kme-martin fordert: "Güterverkehr auf die Schiene! Diese seit Jahrzehnten bestehende Forderung ist aktueller denn je. Dass in Zeiten des Klimawandels noch immer Waren auf LKW zu Dumpingpreisen quer durch Europa gekarrt werden, ist nicht weiter hinnehmbar. Vom Los der Anwohner von Fern- und Umgehungsstraßen ganz zu schweigen." Diskutieren Sie mit uns.