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29.06.2020 - Coronavirus - THW richtet Quarantäne-Häuser in Gütersloh in einer ehemaligen britischen Siedlung ein: Das

Mittlerweile hätte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen eine differenziertere Regelung für den Kreis Gütersloh vorlegen müssen, so das Oberverwaltungsgericht in Münster.

(Foto: imago images/Noah Wedel)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Anna Ernst

Das Wichtigste zum Coronavirus

Gericht hebt Corona-Einschränkungen im Kreis Gütersloh auf. Das Land NRW hätte nach dem Ausbruch bei Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - die Beschränkungen für den ganzen Kreis seien nicht mehr verhältnismäßig, teilt das Oberverwaltungsgericht mit. Die Gesundheitsminister der Länder bekräftigen unterdessen, dass die Maskenpflicht im Einzelhandel wie bisher gelten soll. Die Nachrichten aus Deutschland im Überblick

Erstmals wieder mehr als 1000 aktive Corona-Fälle in Österreich. Für eine spürbare Zunahme sorgt weiterhin der regionale Ausbruch rund um Linz in Oberösterreich, wo die Zahl der Fälle seit Sonntag um 57 auf 414 stieg. Die Meldungen aus aller Welt

EXKLUSIV: Studie: Deutsche erleiden durch Corona kaum finanzielle Einbußen. Die überwältigende Mehrheit verliert gerade weder wesentlich Einkommen noch fürchtet sie um ihren Job. Diese vorläufige Bilanz lässt sich aus mehrmonatigen Befragungen ziehen. Dabei zeigt sich aber auch, dass man sich um ein Fünftel der Bevölkerung durchaus sorgen muss. Von Alexander Hagelüken

Außerdem wichtig:

Was außer dem Coronavirus noch wichtig ist

Schlüsselfigur im Wirecard-Skandal verhaftet. Erstmals sitzt ein beschuldigter Konzernmanager in Untersuchungshaft. Der bisherige Geschäftsführer der Konzerntochter Cardsystems Middle East war aus Dubai eingeflogen. Der Haftbefehl stützt sich unter anderem auf den dringenden Tatverdacht des gemeinschaftlichen Betrugs und versuchten gemeinschaftlichen Betrugs jeweils im besonders schweren Fall sowie den Verdacht der Beihilfe zu anderen Straftaten. Von Jan Willmroth und Nils Wischmeyer

Justizministerin pocht auf Studie zu Racial Profiling. Damit widerspricht Lambrecht (SPD) Innenminister Seehofer (CSU). Es ginge darum, den "Sachstand zu ermitteln und zu wissen, wo wir stehen und wie wir auch gegensteuern können", sagt Lambrecht. Mehr dazu. Der Bundesinnenminister irrt im Zickzack durchs Land. Allein gelassen werden so nicht nur die Betroffenen von Racial Profiling, sondern auch die Polizisten, kommentiert Constanze von Bullion.

Statue von Sklaverei-Gegner in den USA geschändet. Unbekannte haben die Statue des Autors und Aktivisten Frederick Douglass im Bundesstaat New York gestürzt und beschädigt. Zur Meldung. Millionen von Menschen sind für die Bewegung "Black Lives Matter" in den USA auf die Straßen gegangen. Während Trump versucht, das Land weiter zu spalten, gibt es im Kleinen Veränderungen. Von Alan Cassidy, Hubert Wetzel und Christian Zaschke (SZ Plus)

Komponist Ennio Morricone stirbt mit 91 Jahren. Für "Spiel mir das Lied vom Tod" komponierte er die wohl berühmteste Mundharmonika-Melodie der Welt, mit seiner Musik schrieb er Filmen eine Art zweites Drehbuch. Zum Nachruf von Susanne Kübler (SZ Plus)

Schauspieler Tilo Prückner ist tot. Er war in den Filmen des Neuen Deutschen Kinos, bei Edgar Reitz oder Niklaus Schilling, genauso in seinem Element wie als "Tatort"-Kommissar und "Rentnercop". Wie jetzt bekannt wurde, ist der Schauspieler in der vergangenen Woche 79-jährig gestorben. Zum Nachruf von Fritz Göttler

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Engländer geben sich die Kante. 15 Millionen Pints an einem Tag: Nach Monaten Zwangsschließung durften in England am Wochenende die Pubs wieder öffnen. Die Stimmung schwankte zwischen Karneval und Gelage. Von Cathrin Kahlweit

Bayern strikt gegen Lockerung der Maskenpflicht. Mehrere Bundesländer erwägen einen Verzicht auf den Mundschutz im Einzelhandel wegen geringer Fallzahlen. Doch es gibt viele Gegenstimmen. Von Kristiana Ludwig

Linken-Fraktionschefin erhält Morddrohungen. Ein Unbekannter schickt der Abgeordneten Janine Wissler Beschimpfungen und Drohungen. Der Absender gibt sich als Angehöriger der Polizei mit Insiderwissen aus. Von Matthias Drobinski

SZ-Leser diskutieren​

Sollte die Maskenpflicht im Handel abgeschafft werden? "Angesichts der Erkenntnisse der Wissenschaft und Medizin ein Irrsinn", schreibt fishbone46. "Und ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich in allen Bereichen darum bemüht haben und es noch tun, die Pandemie einzuhegen. Wer behauptet, Corona sei vorbei, dem empfehle ich einen intensiven Blick auf die amerikanischen Südstaaten. Nein, Corona ist nicht vorbei." ImcoParrot kommentiert: "Die Maskenpflicht erinnert uns daran, dass Corona nicht verschwunden ist. Auf der anderen Seite werden immer mehr Menschen ungeduldig und aggressiv. In Landkreisen, Bundesländern, in denen sich längere Zeit niemand mehr infiziert hat, könnte man versuchen, auf die Maskenpflicht zu verzichten, wenn der Bürger und die Wirtschaft es so wollen. Es sollten aber klare Bedingungen gelten, wann die Maskenpflicht wieder eingeführt wird." Diskutieren Sie mit.

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