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AfD: Alexander Gauland im Deutschen Bundestag

Alexander Gauland (AfD) im Bundestag.

(Foto: AP)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Anna Ernst

Nachrichten kompakt

Bundestag hebt Immunität von AfD-Fraktionschef Gauland auf. Die Polizei durchsucht anschließend die Privaträume des AfD-Politikers in Potsdam und in Frankfurt am Main. Hintergrund sind Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Steuerdelikts. Die AfD-Fraktion im Bundestag bezeichnet die Maßnahme als "ungerechtfertigt und unverhältnismäßig". Von Markus Balser und Jens Schneider

Wohnung und Abgeordnetenbüro der Bundestagsabgeordneten Strenz durchsucht. Der Bundestag hat dafür die Immunität der CDU-Politikerin aufgehoben und den Vollzug gerichtlicher Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse genehmigt. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Strenz und den Ex-CSU-Bundestagsabgeordneten Lintner, die die SZ gemeinsam mit anderen Medien 2017 aufgedeckt hatte. Strenz hat Geld von einer Firma erhalten, die bezahlte Lobbyarbeit für das umstrittene Regime in Aserbaidschan leistete und die Lintner gehörte. Von Bastian Obermayer und Jana Anzlinger

Deutsche Bank macht 5,7 Milliarden Euro Verlust. Der Konzernumbau hat im vergangenen Jahr ein tiefes Loch in die Bilanz gerissen. Für die Deutsche Bank ist es der fünfte Jahresverlust in Serie. Seit 2015 verlor das größte deutsche Geldhaus damit insgesamt 15 Milliarden Euro. Trotzdem bekommt der Vorstand satte Boni. Das ist irritierend, kommentiert Meike Schreiber.

EXKLUSIV: Präzedenzfall in der Cum-Ex-Affäre. Die Privatbank Warburg und der Hamburger Fiskus verhandeln seit Wochen, wie viel die Bank im sogenannten Cum-Ex-Skandal zahlen soll. Jetzt ist nach Informationen von SZ und WDR eine Einigung greifbar nahe. Um zwei Beträge geht es demnach: um 75 Millionen Euro und um eine weitere Zahlung in Millionenhöhe. Bei einer vorzeitigen Einigung könnte Warburg deutlich besser weggkommen als vor Gericht. Von Klaus Ott, Jan Willmroth und Nils Wischmeyer

Berliner Abgeordnetenhaus beschließt Mietendeckel. Damit sollen die Mieten für fünf Jahre eingefroren werden. Das Gesetz ist umstritten. Opposition und Wirtschaftsverbände befürchten eine abschreckende Wirkung auf Investoren. Der rot-rot-grüne Senat reagiert mit dem Gesetz auf die zunehmend schwierige Lage des Wohnungsmarkts in der Hauptstadt. Zur Meldung

Coronavirus: Bayerische Kliniken rüsten sich für weitere Patienten. Der Freistaat hat die Krankenhäuser aufgerufen, sich auf weitere Fälle vorzubereiten. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen in Bayern im Newsblog. Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) warnt vor Panikmache und Falschinformationen - etwa in den sozialen Medien. "Wir haben vier Infizierte in Deutschland, allen vieren geht es gut. Das ist die Situation in Deutschland", betont er. Mehr dazu.

SZ Plus: Brexit-Gegner üben sich in Optimismus. Am 31. Januar endet Großbritanniens EU-Mitgliedschaft. Frustrierte britische Europa-Freunde quält die Frage: Warum haben wir den Brexit nicht verhindern können? Viele haben aufgegeben, manche aber glauben an eine Rückkehr in die EU - irgendwann. Von Cathrin Kahlweit

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Wenn der Name nicht passt. Mehr als die Hälfte der Menschen, die bei der Wohnungssuche rassistisch diskriminiert wurden, gehen leer aus. Das hat Folgen für die Betroffenen. Von Hannah Beitzer

Singen und Weinen in Brüssel. Mit großer Mehrheit stimmt das EU-Parlament dem Austrittsabkommen mit Großbritannien zu. Danach wird es sehr emotional im Saal. Von Matthias Kolb

"Immer wieder behindert". In einem brisanten Vermerk wirft der Rechnungshof dem Verkehrsministerium von Andreas Scheuer mit deutlichen Worten vor, die Maut-Aufklärung verschleppt zu haben. Von Markus Balser

SZ-Leser diskutieren​

Deutsche Bank: Vorstands-Boni trotz Milliarden-Verlust? "So sind sie halt, die Kapitalisten: Verluste sozialisieren (Bankenrettung) und Gewinne privatisieren (Boni), reich werden mit Vollkaskoversicherung", kommentiert nicolebeatrice. "Was soll die Aufregung", fragt sich hingegen schneemoser und gibt zu bedenken, dass über Gehälter und Boni der Deutschen Bank immer noch die Aktionäre entscheiden. Trevirensis schließlich bemerkt ironisch: "5,7 Milliarden Jahresverlust zu erwirtschaften ist wirklich eine Leistung, die mit mehr als einer Million pro Vorstandsmitglied honoriert werden muss." Diskutieren Sie mit uns.

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