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SZ Espresso:Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

Was wichtig ist und wird.

Von Jana Anzlinger

Die News zum Coronavirus

Trump bezeichnet Chef der US-Seuchenbehörde als "verwirrt". Der US-Präsident geht entgegen der Aussage des CDC-Direktors Redfield von einer breiten Impfung der US-Bevölkerung bis Ende des Jahres aus. Redfield hatte im Senat erklärt, dass ein Impfstoff in der Breite nicht vor Mitte 2021 bereitstehe - und dass Masken die Pandemie eindämmen könnten. Der US-Präsident widerspricht auch in diesem Punkt öffentlich. Details von Thorsten Denkler

Wien ist Risikogebiet. Weil die Infektionszahlen in der österreichischen Hauptstadt stark ansteigen, warnt das Auswärtige Amt vor Reisen. Auch die Wiener Regierung hat die Alarmampel auf Orange gestellt. Cathrin Kahlweit berichtet. Was Österreich-Urlauber jetzt wissen müssen, fasst Eva Dignös zusammen.

UN: Pandemie stürzt weitere 150 Millionen Kinder in Armut. Seit Ausbruch der Pandemie sei die Zahl der in Armut lebenden Kinder auf etwa 1,2 Milliarden gestiegen, heißt es in einem Bericht von Unicef und Save the Children. Betroffen seien Familien, die dem Elend gerade entronnen waren, aber auch solche, die nun mit nie gesehenen Entbehrungen konfrontiert seien. Weltweite Meldungen im Überblick

Außerdem wichtig:

Was sonst noch wichtig ist

Exklusiv Rechtliche Zweifel an Gesetz gegen Hassrede. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hält das Regelwerk für teilweise verfassungswidrig. Einige der Befugnisse zur Übermittlung und zum Abruf sogenannter Bestandsdaten der Internetnutzer gehen demnach zu weit, weil sie den Datenzugriff an keinerlei nennenswerte Voraussetzungen knüpften. Von Wolfgang Janisch

Libyens international anerkannter Regierungschef kündigt Rücktritt an. Er wolle seine Pflichten "spätestens Ende Oktober" abgeben, sagt al-Sarradsch. In dem Bürgerkriegsland gibt es seit Wochen Proteste gegen die Regierung. Die Vereinten Nationen und Deutschland planen einen neuen Schlichtungsversuch. Mehr dazu

Exklusiv Die SPD-Linke fordert weitere Konjunkturpakete. In der Pandemie seien die Vorteile "eines starken, reaktionsfähigen und sozialen Staates" deutlich geworden. Der Strukturwandel in der Wirtschaft sei in den nächsten Jahren über kreditfinanzierte Investitionsprogramme voranzutreiben anstatt ein rigides Sparprogramm aufzulegen. Von Cerstin Gammelin und Mike Szymanski

Trump "nicht glücklich" über Bedingungen des Tiktok-Deals. Der US-Präsident deutet an, dass er einem möglichen Deal zwischen dem US-Softwarekonzern Oracle und der chinesischen Mutterfirma von Tiktok, Bytedance, seine Zustimmung verweigern könnte. Stattdessen sollen Berichten zufolge US-amerikanische Investoren die Mehrheitsbeteiligung haben. Mehr dazu

US-Justizminister Barr erwägt Verfolgung von Protestierenden wegen Aufruhrs. In einer Telefonkonferenz mit Staatsanwälten warnt Barr Medienberichten zufolge davor, dass die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt bis zur Wahl im November zunehmen könnten. Meldungen zur US-Wahl im Überblick

Joko und Klaas erregen mit Moria-Video Aufmerksamkeit. Die Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben 15 Minuten bester Sendezeit bei Pro Sieben genutzt, um ein Schlaglicht auf die Zustände an den EU-Außengrenzen zu werfen. Im Video-Call schildert ein Geflüchteter, unter welch widrigen Bedingungen er auf dem Mittelmeer nach Europa kam und welch unwürdige Zustände er antraf. Die Details

Was wichtig wird

EU-Parlament debattiert über Migrationspolitik. Zu der Debatte wird auch die zuständige EU-Innenkommissarin Johansson erwartet. Kommissionschefin von der Leyen hatte am Mittwoch in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union an die Mitgliedsstaaten appelliert, eine langfristige Lösung zu finden. Seit Jahren streiten die EU-Staaten über die gemeinsame Flucht- und Asylpolitik. Knackpunkt ist vor allem die Verteilung Schutzsuchender.

Reul unterrichtet Landtag über rechtsextreme Chats bei der Polizei. Nordrhein-Westfalens SPD-Fraktionschef Kutschaty hatte den Innenminister des Landes zuvor aufgefordert, das Plenum "vollumfänglich" zu informieren. 29 Beamte stehen in NRW unter dem Verdacht, an mindestens fünf rechtsextremen Chat-Gruppen beteiligt gewesen zu sein.

Bundestag diskutiert über Nachhaltigkeit. Nach einer Generaldebatte zum Thema am Mittwoch soll heute das EU-Verbot bestimmter Einweg-Plastikartikel wie Gabeln, Luftballon-Stäbe oder Strohhalme im Bundestag beschlossen werden. Die Abgeordneten wollen in der Sitzung ab 9 Uhr noch einige weitere Beschlüsse rund um Abfall und Recycling fassen. Über eine "Obhutspflicht" soll der Staat etwa die Möglichkeit bekommen, gegen die Vernichtung zurückgesandter Neuware im Handel vorzugehen.

Ryanair-Hauptversammlung findet statt. Anders als bei den Hauptversammlungen etlicher anderer Unternehmen in diesem Jahr wollen die Ryanair-Aktionäre tatsächlich in der irischen Grafschaft Meath persönlich zusammenkommen - zumindest einige von ihnen: Insgesamt sollen nicht mehr als 50 Personen an der Versammlung teilnehmen. Beherrschendes Thema dürften die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Airline sein, die für die gesamte Branche verheerend sind.

Frühstücksflocke

"America First. Austria Förster." Schlechtes Forstmanagement der Bundesstaaten sieht US-Präsident Trump als Ursache für die Waldbrände im Westen der USA. In Europa sei man da viel weiter. Österreich nennt er als Vorbild: als Land, wo die Menschen "in den Wäldern leben", so Trump. Dort gebe es ganze "forest cities", Waldstädte also, mit "explosiven Bäumen". Die angeblichen Waldmenschen aus dem Waldland finden auf diese Beschreibung ihrer Heimat ziemlich lustige Antworten, die Cathrin Kahlweit zusammenfasst.

© SZ.de/gal

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