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SZ Espresso:Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

Ein Demonstrant hält eine Fahne in die Höhe vor dem britischen Parlament in London.

(Foto: AFP)

Was wichtig ist und wird.

Was wichtig ist

London kann Brexit-Termin nicht halten. Das Unterhaus hat am Abend Johnsons Brexit-Zeitplan abgelehnt. Zuvor hatten die Abgeordneten der zweiten Lesung des Vertrags mit der EU zugestimmt. Sie wünschen sich allerdings mehr Zeit, um das Abkommen zu erörtern. Der Premier verkündet daraufhin, es zunächst nicht zur weiteren Ratifizierung vorzulegen. EU-Ratspräsident Tusk will den 27 bleibenden EU-Staaten eine Verlängerung der Frist empfehlen. Cathrin Kahlweit berichtet. Aus Frankreich wird Skepsis laut.

Türkei verlängert Waffenruhe für Nordsyrien. Das teilt Russlands Außenminister Lawrow nach dem Treffen von Putin und Erdoğan in Sotschi mit. Demnach soll die Waffenruhe, die zunächst bis Dienstagabend angesetzt war, um 150 Stunden verlängert werden. Den UN zufolge sind seit Beginn der türkischen Offensive mehr als 176 000 Menschen vertrieben worden. Zur Nachricht. In der SPD formiert sich Widerstand gegen die Pläne von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, eine internationale Schutzzone einzurichten. Zum Bericht

Trump gerät durch Botschafter-Aussage unter Druck. Nach Darstellung des geschäftsführenden US-Botschafters in Kiew hielt Trump tatsächlich US-Militärhilfe für die Ukraine zurück, um seinem demokratischen Rivalen Joe Biden Schaden zuzufügen. Bisher hatte der US-Präsident solch ein Gegengeschäft immer bestritten. Mehr dazu

EXKLUSIV Karliczek räumt Fehler in Batterieaffäre ein. Die Forschungsministerin steht wegen der Standortvergabe eines 500 Millionen Euro schweren Forschungszentrums an Münster in der Kritik. Nun sagt sie erstmals, dass sie die Entscheidung für einen Forschungsstandort aus heutiger Sicht anders fällen würde. Mehr dazu

NPD-Ortsvorsteher nach Eklat abgewählt. Die Wahl des rechtsextremen Politikers Stefan Jagsch im hessischen Altenstadt-Waldsiedlung hatte bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Neue Ortsvorsteherin wird die 22-jährige CDU-Politikerin Tatjana Cyrulnikov. Valentin Dornis berichtet.

FC Bayern schafft in Piräus dritten Gruppensieg in der Champions League. Die Münchner gewinnen 3:2 gegen Olympiakos, Lewandowski trifft doppelt, Abwehrspieler Hernández muss verletzt raus. Benedikt Warmbrunn berichtet. Die Einzelkritik gibt es von Martin Schneider. Bayer Leverkusen steht nach dem 0:1 bei Atlético Madrid vor dem Aus.

Was wichtig wird

Pressekonferenz von Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Am Donnerstag und Freitag tagt der Nato-Ministerrat. Stoltenberg äußert sich vorab zur Offensive des Bündnismitglieds Türkei in Nordsyrien.

Arbeitsgruppe zur Grundrente kommt zusammen. Spitzenpolitiker von Union und SPD setzen ihre Verhandlungen zum geplanten Aufschlag auf Minirenten fort.

Erster Afrika-Russland-Gipfel mit Delegationen aus mehr als 40 Staaten. Eingeladen sind 10 000 Gipfelteilnehmer. Russland sieht den afrikanischen Kontinent als strategischen Partner und will - wie China - sein Engagement dort deutlich ausbauen. Es geht um Rohstoffe, Waffenverkäufe und die Stützung umstrittener Regime.

Frühstücksflocke

Ein Leuchtturm auf Rollschuhen. "Wenn er umkippt, dann kippt er halt um. Dann haben wir es wenigstens versucht." Maurermeister Kjeld Pedersen versucht etwas unmöglich Scheinendes: Er will Rubjerg Knude Fyr, das Wahrzeichen der dänischen Nordseeküste, versetzen. Das Meer fraß sich immer näher an den Leuchtturm heran. Zum Text von Kai Strittmatter