SZ Espresso Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

May nach der Sitzung mit ihrem Kabinett

(Foto: Getty Images)

Was heute wichtig ist und wird.

Von Xaver Bitz

Was wichtig ist

May will EU um eine weitere Brexit-Verschiebung bitten. Diese solle "so kurz wie möglich" ausfallen. Um die verfahrene Situation aufzulösen, will sie nun auch mit der Labour-Partei sprechen. Zur Meldung. Weil ihre eigene Partei sie nicht unterstützt, will die Premierministerin nun mit der Opposition zusammenarbeiten. Allerdings ist May immer noch May - und hat in ihren Vorschlag gleich eine Bedingung eingewoben, berichtet Cathrin Kahlweit.

Steuerfahnder haben nach Panama Papers bislang eine Milliarde Euro zurückgeholt. Drei Jahre nach der Veröffentlichung treiben Steuerbehörden immer noch hinterzogene Gelder ein. Auf Deutschland entfallen davon etwa 150 Millionen. Von Frederik Obermaier und Bastian Obermayer

EXKLUSIV Bundesregierung verhandelt beim Kohleausstieg noch nicht mit Energiekonzernen. Wann Kraftwerke abgeschaltet werden, ob und in welcher Höhe die Konzerne dafür entschädigt werden - all das muss noch geklärt werden. Die Bundesregierung hat damit noch gar nicht angefangen. Von Michael Bauchmüller und Benedikt Müller

Verfassungsgebende Versammlung entzieht Guaidó die Immunität. Damit droht dem selbsternannten und von vielen Staaten anerkannten Interimspräsidenten Venezuelas die Festnahme. Bremsen lassen will er sich davon nicht. Zur Nachricht

Saudische Regierung soll Khashoggis Kindern Millionen Dollar zahlen. Die Regierung will die Angehörigen des getöteten Journalisten damit Medienberichten zufolge zum Schweigen bringen. Der Regimekritiker wurde vor einem halben Jahr im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet, derzeit läuft ein Prozess gegen elf Angeklagte. Mehr dazu

Chicago wählt erstmals eine schwarze Frau zur Bürgermeisterin. 74 Prozent der Wähler haben für die parteilose Lori Lightfoot gestimmt. Sie steht vor großen Herausforderungen: Chicago gilt als eine der gefährlichsten Städte der USA. Und Präsident Trump könnte Lightfoot das Leben unnötig schwer machen, berichtet Thorsten Denkler.

Was wichtig wird

70 Jahre Nato: Außenministertreffen in Washington. Das nordatlantische Bündnis besteht länger als jede andere Militärallianz in der Geschichte. Zum Jahrestag treffen sich die Außenminister der Partner in der Hauptstadt des Landes, dessen Präsident die Nato-Mitglieder - und insbesondere Deutschland - immer wieder scharf kritisiert. Erst am Dienstag erneuerte US-Präsident Trump seine Kritik an der Bundesregierung. Für die Nato ist in den letzten Jahren fast unbemerkt mit China eine weitere Macht in den Fokus gerückt. Matthias Kolb berichtet.

Bundesregierung berät über Passentzug bei Terrorkämpfern. Das Kabinett tagt heute zu einem Gesetzentwurf, der den Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit von Terrorkämpfern möglich machen soll. Die Regelung soll nur für künftige Fälle gelten, nicht für Personen, die in der Vergangenheit etwa für den Islamischen Staat gekämpft haben.

Kronzeugenregelung bei Dopingfällen? Der Staat könnte Whistleblowern und Informanten, die sich selber belasten, in Zukunft Straferleichterungen anbieten. Hintergrund ist unter anderem der jüngste Doping-Skandal rund um die Nordische Ski-WM. Einer der Hintermänner der Affäre ist mutmaßlich ein Erfurter Arzt, in dessen Netzwerk sich 21 Kunden aus fünf Sportarten befinden.

Bilanzbericht zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Die unabhängige Kommission hatte im Mai 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Sie untersucht sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in der Bundesrepublik und in der DDR. Eine vor kurzem veröffentlichte Fallstudie kam zu dem Ergebnis, dass Kindesmissbrauch in der DDR lange institutionell tabuisiert wurde.

Frühstücksflocke

Das Berliner Eisbärmädchen heißt Hertha. Lange hatte man im Berliner Tierpark nach einem passenden Namen für den Eisbärennachwuchs gesucht. Nun wurde das vier Monate alte Jungtier nach dem Fußballklub aus der Hauptstadt getauft, der auch die Patenschaft übernimmt. Der Name gefällt allerdings nicht jedem: Im Osten Berlins, wo der Tierpark liegt, sympathisieren viele mit dem Zweitligisten 1. FC Union. Dem Eisbärchen ist das vermutlich egal. Frisch getauft ist es hauptsächlich mit Baden beschäftigt und damit, einem kleinen Plastikball hinterherzujagen. Hier finden Sie die kleine Hertha im Video.