SZ Espresso Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

Premierministerin Theresa May erklärt die Gipfelergebnisse.

(Foto: Getty Images)

Was wichtig ist und wird.

Von Xaver Bitz

Was wichtig ist

EU und May verschieben Brexit mindestens auf den 12. April. Beim EU-Gipfel in Brüssel einigen sich die Mitgliedsstaaten und die britische Premierministerin auf einen neuen Austrittstermin. Sollte das Unterhaus dem Vertrag kommende Woche zustimmen, verlässt Großbritannien die EU geregelt am 22. Mai. Lehnt das Parlament den Deal abermals ab, muss die britische Regierung Vorschläge unterbreiten. Mit dieser Doppelstrategie sichert die EU die Rechtmäßigkeit der Europawahl ab, wie Matthias Kolb berichtet.

EXKLUSIV Heftiger Streit um Zukunft der Nord-LB. Die angeschlagene Landesbank schien schon gerettet. Am 3. April sollte die Finanzaufsicht den Geschäftsplan der alten und neuen Eigner absegnen. Damit wäre zumindest einer der derzeit großen Problemfälle der deutschen Bankenbranche abgearbeitet. Doch nun streiten die Eigentümer wieder. Insider fürchten, bis zu 4000 Stellen könnten gestrichen werden. Von Meike Schreiber

Neuseeländer gedenken der Opfer von Christchurch. Premierministerin Ardern zeigt Anteilnahme und Respekt mit einem Kopftuch. Imam Gamal Fouda bedankt sich "für Ihre Worte und für Ihre Tränen". Bei einem rechtsextremistischen Anschlag waren in der vergangenen Woche 50 Muslime ums Leben gekommen. Mehr dazu. Bilder von den Trauerfeiern im ganzen Land finden Sie hier.

Mehr als die Hälfte der Zuwanderer besteht Sprachtest. Von 202 000 Teilnehmern an Integrationskursen besteht mehr als die Hälfte den abschließenden Deutschtest. Trotz Qualitätsoffensive ist die Quote im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte gesunken. Zur Nachricht

Trump will Israels Souveränität über Golanhöhen anerkennen. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu bemüht sich seit Langem um eine internationale Anerkennung der Golanhöhen als israelisch. Der US-Präsident will dem nun nachkommen. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete syrisches Territorium, das von Israel besetzt ist. Zum Artikel

Facebook-Mitarbeiter konnten Hunderte Millionen Passwörter lesen. Facebook hat jahrelang Passwörter von Nutzern intern gespeichert, ohne sie zu verschlüsseln. Tausende Mitarbeiter konnten einem Bericht zufolge auf diese als Klartext gespeicherten Kennwörter zugreifen. Facebook will betroffene Nutzer informieren, sagt aber, diese müssten ihre Passwörter nicht aktualisieren. Mehr Informationen

Was wichtig wird

"Fridays for Future"-Demos. In vielen Städten gehen wieder Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz auf die Straße, unter anderem in Berlin und Hamburg. Viele werden auch an diesem Freitag wieder die Schule schwänzen. Dafür müssen die Schüler Verweise erhalten, denn sozialen Ungehorsam gibt es nicht ohne Strafe, kommentiert Sebastian Beck.

Frühstücksflocke

200 Dollar für einen Friseurbesuch? Schnäppchen! Das denken sicher viele New Yorkerinnen. Dort ist das der durchschnittliche (!) Preis für einen Haarschnitt. Im Ranking der teuersten Städte liegt New York auf dem ersten, Caracas auf dem letzten Platz. In Venezuelas Hauptstadt kostet ein Haarschnitt weniger als zwei Dollar. Regina Steffens über das Städteranking und globale Ungleichheit.