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**BESTPIX** Beirut Treats Wounded And Seeks Answers After Deadly Blast

Zerstörung im Hafen von Beirut

(Foto: Getty Images)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Philipp Saul

Nachrichten kompakt

Mehr als 100 Todesopfer bei Explosion in Beirut. Joelle Bassoul hat den libanesischen Bürgerkrieg durchgestanden. Solche Szenen wie nach den schweren Explosionen im Hafen hat sie während dieser Zeit nicht erlebt. Im Interview sagt sie, sie kenne keine Familie, "die verschont geblieben ist". Grund für die Explosion ist möglicherweise ein Unfall mit Ammoniumnitrat. Warum der Stoff so gefährlich ist. Beim Verbreiten der Bilder aus Beirut kommt den Nutzern in den sozialen Medien eine besondere Verantwortung zu. Auf die Detonation müssen eine konsequente Aufklärung und eine Erneuerung des verrotteten politischen Systems folgen, kommentiert Paul-Anton Krüger. In Beirut sind Verzweiflung und Wut auf die Mächtigen allgegenwärtig - aber auch eine berührende Solidarität der Menschen (SZ Plus).

Stephan Ernst gesteht tödlichen Schuss auf Walter Lübcke. Vor Gericht lässt der Angeklagte über seinen Anwalt ein Geständnis verlesen. Ernst belastet seinen Mitangeklagten Markus H. Dieser sei mit ihm am Tatort gewesen. Gemeinsam hätten sie den Angriff auf den damaligen Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke geplant. Mehr Informationen. Über die Erschießung Lübckes und die vielen Geständnisse von Ernst schreibt Annette Ramelsberger (SZ Plus).

Sea Eye klagt gegen Festsetzung von "Alan Kurdi" in Italien. In einem einzigartigen Schritt geht der Verein gegen die Behörden vor. Diese hatten das Rettungsschiff Anfang Mai festgesetzt. In der Klage heißt es, die italienische Hafenbehörde habe kein Recht, die Zulassung des unter deutscher Flagge laufenden Schiffs infrage zu stellen. Dies stehe allein dem Flaggenstaat zu. Zum Text von Andrea Bachstein

Justizskandal in Hessen weitet sich aus. Ein verdächtiger Oberstaatsanwalt soll nach Recherchen von SZ und NDR von einer zweiten Firma Bestechungsgelder kassiert haben - mehr als bislang bekannt. Das Unternehmen, das auf digitale Beweissicherung in Strafverfahren spezialisiert ist, soll für Gutachtenaufträge Rückvergütungen an den Beschuldigten gezahlt haben. Mehr dazu von Jan Willmroth

Das Wichtigste zum Coronavirus

Leopoldina empfiehlt Masken im Unterricht. Schüler von der fünften Klasse an sollten auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, fordert die Wissenschaftsakademie. Brandenburg führt eine Pflicht in Schulen ein, aber nicht im Klassenzimmer. Mehrere Bundesländer planen Strafen für Maskenverweigerer schon bei erstmaligen Verstößen. Meldungen aus Deutschland

Minister spricht von etwa zehn Millionen infizierten Afghanen. Diese Zahl schätzt das Gesundheitsministerium in Kabul auf Basis einer Hochrechnung. Zur Meldung

Mediamarkt-Saturn streicht europaweit 3500 Stellen. Der Elektronikhändler spürt die Corona-Krise und will vor allem im Ausland sparen. Zuletzt liefen die Geschäfte zwar besser, aber das gilt vor allem für den Online-Handel, schreibt Michael Kläsgen.

Außerdem wichtig

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

"Mutmaßlich umfangreiches und fortgesetztes kriminelles Handeln". Die Ermittlungen der New Yorker Justiz gegen US-Präsident Trump sind umfassender als bisher bekannt. Es geht um mehr als um den Vorwurf illegaler Schweigegeldzahlungen. Von Reymer Klüver

Warten auf die nächste Trophäe. Kevin Kühnert legt den Juso-Vorsitz nieder und will in den Bundestag. Damit nimmt eine der erstaunlichsten Karrieren in der SPD eine Wendung - der Rebell plant den Aufstieg. Von Mike Szymanski

Auswüchse ohne Ende. Der Staat bekommt die verantwortungslosen Teile der Finanzbranche nicht in den Griff. Das liegt vor allem daran, dass Lobbyisten zu viel Macht haben. Kommentar von Klaus Ott

SZ-Leser diskutieren​

Detonation in Beirut: "Ein gebeuteltes Land", kommentiert Postit über den Libanon. "Etwas zu bekommen, war schon vorher schier unmöglich. In dieser Stadt herrscht vollkommenes Chaos. Wir müssen helfen, wir werden helfen." Schuncks schreibt: "Als ob die Bewohner Beiruts noch nicht genug Leid erfahren hätten. Wie verantwortungslos muss man sein, um hochgefährliche Stoffe in solcher Menge (vorausgesetzt, das war auch die Ursache) in einer Stadt zu lagern? [...] Meine Gedanken sind bei den Bewohnern Beiruts und ich hoffe auf schnelle und wirksame Hilfe auch von Deutschland." Diskutieren Sie mit.

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