SZ Espresso Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Wikileaks-Gründer Julian Assange

(Foto: REUTERS)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Xaver Bitz

Der Tag kompakt

Wikileaks-Gründer Assange in London festgenommen. Nach fast sieben Jahren Aufenthalt in der ecuadorianischen Botschaft nimmt ihn die britische Polizei fest. Wenig später verurteilt ihn ein Gericht wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen. Gegen ihn liegt ein Auslieferungsersuchen der USA vor. Mehr dazu. Assange wurde ein Machtwechsel in Ecuador zum Verhängnis - und der Umstand, dass er den Bogen zunehmend überspannte, wie Benedikt Peters erklärt. Assange hat sich zweifelhaft verhalten und möglicherweise Gesetze gebrochen. Das macht ihn noch nicht zum Schurken, kommentiert Gunnar Herrmann.

Wie es bis zum neuen Brexit-Stichtag weitergeht. Was bedeutet der Termin für die Europawahl? Und wie kommt der Kompromiss bei Briten und Europäern an? Thomas Hummel gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen. Für Theresa May werden die Kämpfe weitergehen, denn ein Kompromiss im Unterhaus ist nicht in Sicht, kommentiert Cathrin Kahlweit.

EXKLUSIV Wer vor Abschiebungen warnt, muss nicht ins Gefängnis. Innenminister Seehofer rückt von seinem Vorhaben ab, Flüchtlings-Aktivisten zu bestrafen. An schärferen Regeln für abgelehnte Asylbewerber hält er fest. Von Constanze von Bullion

Bundestag diskutiert über pränatalen Bluttest. Bislang müssen schwangere Frauen den etwa 200 Euro teuren Test selber bezahlen, der Auskunft darüber gibt, ob ihr Kind das Down-Syndrom bekommen könnte. In Zukunft sollen das die Krankenkassen bezahlen. Die meisten Parlamentarier sind dafür - sofern es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, wie Kristiana Ludwig berichtet.

Doppelmord von Schnaittach: Paar zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 26-jährige Ingo P. seine Eltern ermordet und eingemauert hat. Seine Frau soll ihn zu der Tat angestiftet haben. Zur Nachricht

Cannabis-Konsumenten darf Führerschein nicht sofort entzogen werden. Wer nach dem Konsum von Cannabis erstmalig im Straßenverkehr erwischt wird, muss nicht direkt den Führerschein abgeben. So urteilt das Bundesverwaltungsgericht und vereinheitlicht damit unterschiedliche Rechtsauffassungen der Vorinstanzen. Zur Meldung

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Ich glaub, ich steh' im Film. Die Filmtouristin Andrea David reist an Drehorte und passt dort Szenen aus Game of Thrones, Twilight oder Harry Potter in die Landschaft ein - und Fantasie wird zu Wirklichkeit. Von Katja Schnitzler

24 Stunden Wahnsinn um den Lausbuben. Dirk Nowitzki absolviert seine 1667. Partie in der NBA - es ist seine letzte. In der Halle des größten Rivalen feiern ihn die Fans und verabschieden ihn in den Sportler-Ruhestand. Für Nowitzki sind es erneut berührende Momente. "Ein Sportler stirbt zwei Mal", sagt Nowitzki. Von Jürgen Schmieder

Sinnvoller als bemannte Missionen zum Mond. Das erste Foto eines Schwarzen Lochs zeigt eine Welt, in der Zeit und Raum ihre Bedeutung verlieren. Das ist nicht nur faszinierend, es bringt auch wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse. Kommentar von Marlene Weiß

SZ-Leser diskutieren​

Wie bewerten Sie den Brexit-Aufschub? Eine "vernünftige Entscheidung", findet Monikamm207. "Hoffentlich wird die Zeit nun auch vernünftig genutzt." Brzzler schreibt: "Jetzt haben sie genügend Zeit, ein zweites Referendum durchzuführen oder den bisher ausgehandelten Vertragsentwurf dem Volk vorzulegen. So könnte der Deadlock gelöst werden. Die EU sollte keinen neuen Vertrag aushandeln. Mit dieser Perspektive halte ich den beschlossenen Aufschub für vernünftig." Reinhard_muc hingegen hält die Fristverlängerung für eine schlechte Entscheidung: "Jetzt bekommen wir noch mehr Querulanten ins EU-Parlament. Die EU war nicht konsequent in ihrer Haltung. Sie hätte jetzt eigentlich die Briten vor die Tür setzen und dann als Drittland ignorieren müssen." Diskutieren Sie mit.