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Nach umstrittener Wahl in Simbabwe:Robert Mugabe zum siebten Mal als Präsident vereidigt

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Mugabe grüßt einen Richter im Nationalstadion Simbabwes kurz vor seiner Vereidigung

(Foto: AFP)

Die Opposition spricht von einer "gestohlenen Wahl", Robert Mugabe aber lässt sich feiern: Nach einem umstrittenen Wahlsieg ist der der afrikanische Machthaber zum siebten Mal als Präsident Simbabwes vereidigt worden.

60.000 Menschen jubelten ihm im Nationalstadion in Harare zu: Simbabwes umstrittener Langzeit-Machthaber Robert Mugabe ist am Donnerstag für eine weitere fünfjährige Amtszeit als Präsident vereidigt worden - zum siebten Mal. Der autoritär regierende Staatschef führt das südostafrikanische Land schon seit 1980. An der Zeremonie im Stadion nahmen auch mehrere afrikanische Staatschefs teil. Der Tag wurde extra zum Feiertag erklärt, damit möglichst viele Bürger an der Zeremonie in einem Stadion in Harare teilnehmen konnten.

Mugabes Gegenkandidat, Regierungschef Morgan Tsvangirai, und seine Partei MDC boykottierten die Feier aus Protest gegen eine "gestohlene Wahl". Tsvangirai hatte schon unmittelbar nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vom 31. Juli massive Betrugsvorwürfe erhoben. Die USA, die Vereinten Nationen und die EU haben ebenfalls erhebliche Zweifel an einem korrekten Wahlablauf geäußert.

Freude bei den Mugabe-Anhängern im Nationalstadion

(Foto: AFP)

Das Verfassungsgericht von Simbabwe hat die Präsidentenwahl hingegen für rechtmäßig erklärt. Damit war der Weg für eine weitere Amtszeit Mugabes geebnet. "Die Wahlen sind gemäß der Gesetze von Simbabwe verlaufen. Sie waren frei, fair und glaubhaft", sagte Richter Godfrey Chidyausiku am Dienstag. "Robert Gabriel Mugabe wird hiermit zum Wahlsieger erklärt." Offiziellen Angaben zufolge hat er die Abstimmung mit 61 Prozent der Stimmen gewonnen.

Der autoritär regierende Staatschef führt das südostafrikanische Land schon seit 1980.