Nach Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen:"Sucht Informationen über ihre Wohnorte, ihre Arbeitsplätze"

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Da sich die beiden Salafisten in der Nähe von Beisichts Wohnung im Rheinland aufhielten, wurde der Wagen gestoppt und die Insassen wurden am Mittwochmorgen gegen ein Uhr in der Früh von einem Spezialkommando festgenommen. Bei ihnen wurden keine Waffen sichergestellt. Ermittler schließen nicht aus, dass die beiden Männer eine Observation geplant hatten. Unmittelbar nach der Festnahme wurden Wohnungen in Essen-Kray und in Bonn durchsucht.

Salafisten greifen Polizei an

Im Mai 2012 nehmen Polizisten in Solingen radikale Salafisten fest, die gegen die rechtsextreme Splitterpartei Pro NRW demonstriert hatten

(Foto: dpa)

Ob tatsächlich Attentate geplant waren oder ob es sich um Phrasendrescherei von Hardcore-Islamisten handelte, wird sich möglicherweise bei den Ermittlungen herausstellen. Schon seit einiger Zeit tauchen im Internet Aufrufe von Islamisten gegen "Pro NRW" auf. Ein "Abu Ibrahim" erklärt in einem Video: "Lauert und sucht einzelne Personen der Pro NRW im Geheimdienstverfahren auf, sammelt genug Informationen über ihre Wohnorte, über ihre täglichen Routen, ihre Arbeitsplätze". Und dann: "Schlagt zu!". Die Feinde sollten getötet werden, um den Propheten zu rächen.

Etwa 100 gewaltbereite Salafisten in Deutschland

Islamhasser von "Pro NRW" hatten vor Moscheen Mohammed-Karikaturen gezeigt. Auch ein "Abu Assan Al-Almani" rief unter Verweis auf Aktionen von "Pro NRW" zu Anschlägen in Deutschland auf. Deshalb hatte das Bundeskriminalamt im September vergangenen Jahres vor möglichen Anschlägen durch fanatisierte Einzeltäter gewarnt. Islamkritische Aktionen, so steht es in BKA-Analysen, könnten "Tat-Impuls" für Terroraktionen sein. Zu den angeblich 600 gewaltbereiten Islamisten in Deutschland werden etwa hundert Anhänger der Salafisten gezählt.

Der politische Salafismus ist die am schnellsten wachsende radikal-islamistische Bewegung in Deutschland. Auch der Frankfurter Flughafenattentäter Arid U., der 2012 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde, soll dem Salafismus nahe gestanden haben. Spekulationen, einer der vier Männer stehe in Verbindung mit einem gescheiterten Anschlag auf den Bonner Hauptbahnhof, werden von Sicherheitsbehörden dementiert.

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