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Nach Diskussionen im Internet:Flüchtlingskind Reem darf angeblich länger in Deutschland bleiben

2015! Menschen, Bilder, Emotionen - RTL Jahresrueckblick

Reem Sahwil bei ihrem Auftritt im RTL-Jahrsrückblick am 6. Dezember.

(Foto: Getty Images)

Angela Merkel brachte das Mädchen bei einer Veranstaltung im Sommer erst zum Weinen und spendete später Trost. Allzu lange wird Reems Aufenthaltsrecht einem Bericht zufolge jedoch nicht ausgeweitet.

Beim Bürgerdialog mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Sommer brach die 14-jährige Reem Sahwil aus Angst vor ihrer unsicheren Zukunft in Tränen aus. Wie jetzt bekannt wurde, darf das Flüchtlingsmädchen aus Palästina nun aber länger in Deutschland bleiben. Wie die Bild unter Berufung auf die Ausländerbehörde in Rostock berichtet, liegt ein sogenannter Aufenthaltstitel vor, der ‎bis Oktober 2017 gültig ist. Mit diesem Titel ‎sei auch ein entsprechendes Aufenthaltsrecht für Reems Eltern und ihren Bruder verbunden. Die Familie ging bislang von einer befristeten Duldung bis März 2016 aus.‎

Die Tränen des Mädchens hatten Millionen Menschen gerührt - und die Kanzlerin in eine unerwartete Situation gebracht. Die Palästinenserin hatte Merkel Mitte Juli bei einer Diskussion in einer Rostocker Schule die schwierige Situation ihrer vor vier Jahren aus dem Libanon geflüchteten Familie berichtet. "Es ist wirklich sehr unangenehm, zuzusehen, wie andere das Leben genießen können und man es selber halt nicht mitgenießen kann", war einer ihrer bewegenden Sätze.

Als Merkel ihr erklärte, dass nicht alle Flüchtlinge nach Deutschland kommen könnten und dass manche auch wieder zurückgehen müssten, weinte die teilweise gelähmte Reem. Merkel ging auf sie zu, streichelte sie und löste damit eine kontroverse Diskussion im Internet aus.

© SZ.de/dpa/afp/harl

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