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Nach Atomtest:UN beschließen scharfe Sanktionen gegen Nordkorea

Terje Roed-Larsen informiert UN-Sicherheitsrat zur Lage im Nahostkonflikt

Der UN-Sicherheitsrat in New York: Scharfe Sanktionen gegen Nordkorea

(Foto: REUTERS)

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich in New York auf scharfe Sanktionen gegen das kommunistische Regime Nordkoreas verständigt. Die Resolution richtet sich gezielt gegen Diplomaten des Regimes und trägt vor allem die amerikanische, aber auch die chinesische Handschrift.

Drei Wochen nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas haben die Vereinten Nationen scharfe Sanktionen gegen das kommunistische Regime verhängt. Der UN-Sicherheitsrat beschloss einstimmig, die schon bestehende Strafmaßnahmen zu verstärken. Dabei gehe es um Finanztransaktionen sowie das Geschäft mit Drogen und Fälschungen. Der Rat nannte zudem Güter, deren Einfuhr verboten sei, unter anderem Jachten, Rennwagen, Luxusautos und bestimmte Edelsteine.

Das Gremium ließ sich dabei nicht von Drohungen Nordkoreas beeindrucken. Es hatte im Vorfeld der Abstimmung vom Donnerstag mit einem Atomschlag gegen die USA gedroht. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, die Sanktionen seien eine klare Botschaft der Staatengemeinschaft, das Streben Nordkoreas nach Atomwaffen nicht hinzunehmen. Die EU-Staaten verschärften bereits nach dem Atomtest bestehende Sanktionen gegen das isolierte kommunistische Land.

Die Resolution richtet sich gezielt gegen Diplomaten des Regimes und trägt vor allem die amerikanische, aber auch die chinesische Handschrift. Peking gilt als engster Verbündeter Pjöngjangs, ist aber nach dem Atomtest vom 12. Februar etwas von seinem Partner abgerückt.

Nordkorea hatte bereits am Dienstag mit einer Aufkündigung des Waffenstillstands und militärischen Aktionen gegen die USA und Südkorea gedroht, falls diese eine Militärübung in Asien fortsetzten. Südkoreas Militär drohte daraufhin im Falle eines Angriffs aus Nordkorea mit einem Gegenschlag Möglich sei sogar eine unmittelbare Attacke auf die Regierung in Pjöngjang.

Allerdings hat Nordkorea bislang in kaum einem Fall nach schrillen rhetorischen Drohungen auch Taten folgen lassen. Diese kamen wenn, dann überraschend. So wurde ohne jede Vorwarnung 2010 eine südkoreanische Insel im Grenzgebiet mit Granaten beschossen. Im selben Jahr wurde ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt, was Nordkorea zugeschrieben wurde.

© DPA/AFP/webe
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