Myanmar:San Suu-Kyi erneut verurteilt

Das Militär in Myanmar geht weiter mit aller Härte gegen die entmachtete Ex-Regierungschefin Aung San Suu-Kyi und Junta-Gegner vor. Ein von den Generälen kontrolliertes Gericht verurteilte Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi, 77, am Freitag zu weiteren drei Jahren Haft, mit Zwangsarbeit verbunden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Im Verfahren ging es um angeblichen Wahlbetrug. Außerdem wurde die britische Ex-Botschafterin Vicky Bowman wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Einwanderungsregeln zu einem Jahr Haft verurteilt. Die Generäle putschten im Februar 2021. Suu Kyi wurde in den vergangenen Monaten bereits zu 17 Jahren Haft verurteilt. Sie sitzt sie in der Hauptstadt Naypyidaw in Einzelhaft. Beobachter sprechen von Schauprozessen. Die Verfahren finden ohne Öffentlichkeit statt.

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