Fünf Jahre nach der Machtübernahme durch das Militär in Myanmar hat das Parlament den damaligen Putschistenführer Min Aung Hlaing zum Präsidenten gewählt. Die Abgeordneten hätten mehrheitlich für General Min Aung Hlaing gestimmt, teilte das Informationsministerium des südasiatischen Landes mit. Der 69-jährige Junta-Chef war erst am Montag als Oberbefehlshaber der Streitkräfte zurückgetreten, um für das Präsidentenamt zu kandieren. Kritiker sehen in der Wahl den Versuch Min Aung Hlaings, sich den Anschein demokratischer Legitimierung zu verleihen. Er führte die Armee seit 2011 an. Das Militär stürzte Anfang 2021 die demokratisch gewählte Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.