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Myanmar:Exodus der Rohingya

A Rohingya refugee man pulls a child as they walk to the shore after crossing the Bangladesh-Myanmar border by boat through the Bay of Bengal in Shah Porir Dwip
(Foto: Danish Siddiqui/Reuters)

Die Tragödie der muslimischen Minderheit in Myanmar erschüttert die Welt.

Mehr als 600 000 muslimische Rohingya sollen mittlerweile aus dem überwiegend buddhistischen Myanmar ins angrenzende Bangladesch geflohen sein. Die gesamte Volksgruppe der Rohingya umfasst nur etwa eine Million Menschen, ein staatenloses Volk, das bisher in der Küstenprovinz Rakhine im Westen Myanmars gelebt hatte, als nicht anerkannte Minderheit im Land. Auch wenn Journalisten keinen Zugang zu den Todeszonen bekommen: Die Hinweise auf systematische Gewalt gegen die Rohingya sind erdrückend. Myanmarische Truppen und radikale Buddhisten sollen Jagd auf die Minderheit machen, um sie aus dem Land zu treiben. Die UN prangern "ethnische Säuberungen" an. Und Aung San Suu Kyi, die Friedensnobelpreisträgerin, die mittlerweile der Regierung Myanmars angehört, erschüttert die Weltöffentlichkeit mit ihrer Tatenlosigkeit.

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