Moskaus Chemiewaffen:Lügen, Gift und Überläufer

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Foreign observers examine chemical weapons scheduled to be destroyed at soviet military base of shikhany, saratov region, ussr, october 4th 1987, diplomats and military experts from 45 countries attended the event.

"Tag der offenen Tür" in der hochgeheimen Chemiewaffen-Anlage in Schichany: 1987 wurden westlichen Journalisten erstmals Teile der sowjetischen Chemiewaffen-Bestände gezeigt.

(Foto: UIG via Getty Images)

Mitten in den Jahren der Entspannung nach dem Mauerfall lüftete der BND das Geheimnis des Kampfstoffes Nowitschok. Dieser Coup half bei den aktuellen Ermittlungen im Fall Skripal.

Von Georg Mascolo und Holger Stark

Im Juli des Jahres 1990, die Mauer war gefallen, die Einheit stand bevor, ging für die Deutschen eines der schrecklichsten Kapitel des Kalten Krieges zu Ende. Unter der Aufsicht von schwer bewaffneten Spezialeinheiten verluden US-Soldaten nahe dem pfälzischen Clausen 120 000 Artillerie-Granaten in luftdichte Container. 437 Tonnen zweier der gefährlichsten Chemiewaffen, Sarin und VX, wurden per Bahn nach Nordenham gebracht und auf US-Schiffe verladen.

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