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Montagsdemo gegen Stuttgart 21:"Auf der dunklen Seite der Macht"

Stefan Mappus als Darth Vader, Demonstranten mit Gasmasken und ein Volksbegehren zur vorzeitigen Auflösung des Landtags: 55.000 Menschen haben am Montag gegen Stuttgart 21 protestiert. In Bildern.

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Stuttgart 21 - Montagsdemonstration

Quelle: dpa

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Stefan Mappus als Darth Vader, Demonstranten mit Gasmasken und ein Volksbegehren zur vorzeitigen Auflösung des Landtags: Mehr als 50.000 Menschen haben auf der Montagsdemonstration in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gegen Stuttgart 21 protestiert.

Die Gegner von Stuttgart 21 nehmen kein Blatt vor den Mund. Und deklarieren das  konservative Stuttgart als "Widerstandshauptstadt".

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Blutig geschminkte Augen haben manche Gegner von Stuttgart 21, die im Schlosspark in Stuttgart während der 46. Montagsdemonstration gegen das Bahnhofprojekt protestieren. Sie erinnern damit an den umstrittenen Polizeieinsatz bei einer Großdemonstration in der vergangenen Woche. Dabei wurden nach Angaben der Veranstalter 400 Demonstranten verletzt. Zwei von ihnen drohe nach dem Einsatz von Pfefferspray ein Erblinden, sagen die Projektgegner.

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Besonders der Polizeieinsatz gegen eine Schülergruppe empört die Demonstranten. Sie fordern deswegen eine Auflösung des Landtags. Die Projektgegner haben inzwischen gegen den Stuttgarter Polizeipräsidenten Siegfried Stumpf Anzeige wegen Körperverletzung im Amt erstattet.

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Gegen Pfefferspray gerüstet: Eine Demonstrantin mit Gasmaske liegt im Schlosspark angekettet an der von der Polizei aufgestellten Absperrung. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat abermals den Bau des neuen Stuttgarter Bahnhofs verteidigt. Ohne den Neubau würde Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg "eine riesige Zukunftschance abhandenkommen", sagte Ramsauer in einem Interview mit dem Radiosender Bayern 2.

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Ministerpräsident Stefan Mappus als Darth Vader: Für die Gegner von Stuttgart 21 ist die baden-württembergische Regierung längst unwiederruflich die "dunkle Seite der Macht".

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Ähnlich sieht das wohl dieser Demonstrant mit Kürbiskopf. "Mr. M. - eine ganz schön schaurige Gestalt", steht auf seinem Transparent.

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Die Fronten sind verhärtet: Auch mit dem römischen Kaiser Nero, der seine Stadt niederbrennen ließ und dann von seinem Palast aus das Schauspiel genoss, wird Stefan Mappus inzwischen verglichen.

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Fast liebevoll wirkt dagegen dieses Plakat. Hier wird der baden-württembergische Ministerpräsident als "Halbdaggl" dargestellt. Ein "Daggl" ist in Stuttgart ein Idiot oder Depp, ein "Halbdaggl" ein "Vollidiot".

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Auch wenn die ersten Bäume schon gefällt sind - die Wut hält an. Das Schild dieser Demonstrantin verweist auf die Landtagswahlen: "Jetzt sägen wir euch ab!"

Demonstration gegen Stuttgart 21

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Bis zu den regulären Wahlen am 27. März 2011 wollen die Projektgegner nicht mehr warten. Sie sammeln Unterschriften für eine vorzeitige Auflösung des Landtags.

Stuttgart 21 - PK Polizeipräsident Siegfried Stumpf

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Stuttgarts Polizeipräsident Siegfried Stumpf (rechts) und der baden-württembergische Polizeipräsident Wolf-Dietrich Hammann geben auf einer Pressekonferenz den Demonstranten die Schuld für den umstrittenen Polizeieinsatz am Donnerstag.  "Jugendliche, aber auch Erwachsene" hätten die Lkw mit den Gittern gestürmt, sagt Stumpf, immer mehr Menschen seien in das Einsatzgebiet geströmt: "Etwa um zwölf Uhr stellte sich die Frage, ob man unmittelbaren Zwang einsetzen muss. Ich habe dem zugestimmt."

Stefan Mappus

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Auch Stefan Mappus verteidigt auf einer Presskonferenz den Polizeieinsatz. Er bedauert zwar, dass Menschen zu Schaden gekommen seien, lehnt eine Entschuldigung aber ab: "Entschuldigen muss man sich, wenn man einen Fehler gemacht hat. Bis dato gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass es bei der Vorgehensweise der Polizei Fehler gab."

Dennoch will der Ministerpräsident ein "Signal" an die Projekt-Gegner senden: Bis zur Landtagswahl im März sollten keine weiteren Abrissarbeiten stattfinden.

© sueddeutsche.de/beitz/plin

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