Europäische Außen- und Verteidigungsminister werden französischen Angaben zufolge in den kommenden Tagen in Paris zu Beratungen über weitere Unterstützung für die Ukraine aber auch der Republik Moldau zusammenkommen. Bei dem Treffen würden konkrete Hilfsmaßnahmen für die Ukraine erörtert, teilt ein Sprecher des französischen Außenministeriums am Donnerstag mit. Es werde auch darüber beraten, wie man Länder verteidige, die von Russland destabilisiert würden, insbesondere Moldau. In der Republik Moldau hatten Separatisten in der abtrünnigen Provinz Transnistrien Russland um Schutz vor wachsendem Druck der Regierung in Chisinau gebeten. Die Provinz und ihre Regierung wird nur von Russland anerkannt. Russland sieht sich als Schutzmacht für russische Minderheiten vor allem in früheren Sowjetrepubliken. So unterstützte es die von der Ukraine abtrünnigen Bewegungen in den Regionen Donezk und Luhansk schon vor dem Angriff auf das gesamte Nachbarland. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sieht Parallelen zwischen den Entwicklungen in der Republik Moldau und den Anfängen des Ukrainekonflikts. Man habe bereits vor Jahren erlebt, wie im Osten der Ukraine Minderheiten von dem russischen Präsidenten instrumentalisiert worden seien, um den späteren Angriffskrieg vorzubereiten, sagte die Grünen-Politikerin bei einem Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Ravensbrück (Brandenburg) am Donnerstag.