Missbrauch in der Katholischen Kirche:Mehr Geld für Opfer sexueller Gewalt

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Männerlastig: In der katholischen Kirche fordern Frauen mehr Rechte ein. Das Bild zeigt Teilnehmer der Deutschen Bischofskonferenz bei einem Gottesdienst im Fuldaer Dom. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Bei der Bischofskonferenz in Fulda ist von Entschädigungssummen bis zu 400 000 Euro die Rede.

Von Matthias Drobinski, Fulda

Die Pressemitteilung der gerade in Fulda tagenden Deutschen Bischofskonferenz klingt eher nichtssagend, und doch könnte sie für das Leben vieler Opfer von sexueller Gewalt in der katholischen Kirche bedeutend werden. Man habe am Dienstagabend über die "Weiterentwicklung des Verfahrens zu Leistungen in Anerkennung des erlittenen Unrechts" diskutiert, heißt es da. Man sei einer Arbeitsgruppe dankbar, die hierzu Vorschläge gemacht habe, und werde nun an die Klärung der offenen Fragen gehen. Ziel sei es, die Höhe künftiger Zahlungen so zu gestalten, "dass für die Betroffenen eine höhere Zufriedenheit erreicht wird", die Summe aber "von den Bistümern und Ordensgemeinschaften auch geleistet werden kann."

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