Menschen, die sich religiösen Gruppen anschließen, suchen häufig nach Orientierung, nach klaren Antworten und Eindeutigkeit, nach Gemeinschaft. Doch das macht sie mitunter auch empfänglich für eine besondere Form des Missbrauchs: den geistlichen Missbrauch. Von geistlichem Missbrauch spricht man, wenn religiöse Autoritätspersonen wie Priester, aber auch Ordensleute oder sonstige charismatische Führungspersönlichkeiten ihren Einfluss benutzen, um Macht über andere auszuüben und dies als „Willen Gottes“ umdeuten.
Katholische KircheWenn Glaube zum Mittel der Macht wird
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Missbrauchen katholische Priester im Zeichen der Hostie ihre Autorität?
Hodei Unzueta/IMAGO/Addictive StockSeit Jahren arbeitet die katholische Kirche sexuellen Missbrauch auf. Jetzt untersucht erstmals eine Studie eine andere Form der Gewalt: den geistlichen Missbrauch.
Von Annette Zoch, München
