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Missbrauch:Betroffene kritisieren Bistum

Selbsthilfegruppen für Betroffene von sexuellem Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche haben ihre Zusammenarbeit mit dem Bistum Münster aufgekündigt. Die Diözese wolle sich nicht an getroffene Abmachungen halten, erklärten die Gruppen aus Münster und Rhede am Mittwoch. Konkret geht es um die Frage, wie Betroffene an der Missbrauchsaufarbeitung beteiligt werden können. Im Oktober wurde laut den beiden Gruppen vereinbart, dass alle dem Bistum bekannten Missbrauchsopfer zu einem ersten Vernetzungstreffen schriftlich eingeladen würden. Dann habe die Diözese jedoch entschieden, nur noch diejenigen einzuladen, die auch bei einem Betroffenenbeirat - einem Gremium des Bistums - mitmachen wollen. Die Adressen der Betroffenen lägen nur dem Bistum vor. Für einen Austausch seien die Gruppen also auf die Diözese angewiesen.

© SZ vom 07.01.2021 / KNA
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