Aktuelles LexikonWas ist ein Minijob?

Drei Viertel der Minijobber sind Frauen.
Drei Viertel der Minijobber sind Frauen. Hannes P Albert

Bis zu 556 Euro im Monat kann eine Person in dieser Art Beschäftigungsverhältnis verdienen – steuerfrei. Was Kritiker und Befürworter davon halten.

Von Bastian Brinkmann

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In manchen Ecken ist Deutschland erstaunlich digital für hiesige Verhältnisse. Wer eine Haushaltshilfe online als Minijob anmeldet, kann das mit recht wenigen Klicks erledigen. Dann ist schon alles erledigt – und beispielsweise die Putzhilfe kann nach Hause kommen, völlig legal. Bis zu 556 Euro im Monat kann eine Person in dieser Art Beschäftigungsverhältnis verdienen – steuerfrei. Das sind rund zehn Arbeitsstunden pro Woche, wenn man Mindestlohn oder etwas mehr bekommt. Rund eine Viertelmillion Menschen sind als Minijobber in Privathaushalten gemeldet. Drei Viertel von ihnen sind Frauen. Auch Unternehmer können zu etwas anderen Regeln Minijobber einstellen. Die Regeln für Minijobs wurden im Jahr 2003 im Zuge der sogenannten Hartz-Reformen deutlich gelockert, seitdem ist ihre Zahl auch deutlich gestiegen, besonders in kleinen Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Befürworter der Minijobs argumentieren, diese Form von Arbeit sei flexibel, unbürokratisch und helfe gegen Schwarzarbeit. Kritiker bemängeln, dass Minijobs es erschweren würden, einen richtigen Job anzunehmen und Menschen in der sogenannten Minijob-Falle steckenbleiben würden.

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