Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu gebrauchte jüngst eine Formulierung, die man aus dem Jugoslawien-Krieg in Erinnerung hat: "ethnische Säuberungen". Çavuşoğlu warf den sogenannten kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) in Syrien vor, sie würden Araber und auch Kurden, die ihre marxistische Ideologie nicht teilten, vertreiben und deren Rückkehr aus türkischen Flüchtlingslagern nach Nordsyrien verhindern. Beweise dafür führte er nicht an.
Militäreinsatz der Türkei:Kurdischer Knoten
Türkisches Militär in Nordsyrien.
(Foto: REUTERS)Ankaras Militäreinsatz in Syrien könnte sehr blutig werden und lange dauern. Denn dadurch wird der alte Konflikt mit den Kurden am Leben erhalten. Das gefährdet auch die Türkei selbst.
Kommentar von Christiane Schlötzer

