MigrationspaktEuropa wagt den Einstieg in ein solidarisches Asylsystem

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Europa geht immer weiter in Richtung Abschottung. Ein Boot mit Migranten auf dem Mittelmeer.
Europa geht immer weiter in Richtung Abschottung. Ein Boot mit Migranten auf dem Mittelmeer. Francisco Seco/AP/dpa

In wenigen Tagen tritt der Migrationspakt der EU in Kraft. Er soll gemeinschaftlich das Problem lösen, das den Rechtspopulisten zum Aufstieg verhalf. Aber der Start wird holprig, und mindestens ein Land macht nicht mit.

Von Josef Kelnberger, Brüssel

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Es ist ein historisches Datum für die Europäische Union: Am 12. Juni 2026 tritt das reformierte „Gemeinsame Europäische Asylsystem“ (GEAS) in Kraft, bekannt als „Migrationspakt“. Die EU will damit solidarisch ein Politikfeld befrieden, das die 27 Staaten in der Flüchtlingskrise 2015 entzweit und den Aufschwung der EU-feindlichen rechten Parteien beförderte. Das Versprechen: Die Staaten arbeiten vertrauensvoll zusammen und senken gemeinsam die Zahl der in Europa ankommenden Migranten. Von der „komplexesten Asylreform der Geschichte“ spricht der zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner aus Österreich. Schon jetzt ist absehbar: Der Start wird holprig, und für Deutschland ändert sich erst einmal wenig. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

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