MigrationVogt: Mehr Landesaufnahmen für Geflüchtete aus der Ukraine

Fraktionsvorsitzender seiner Partei im schleswig-holsteinischen Landtag Christopher Vogt steht vor dem Landeshaus an der Kieler Förde.
Fraktionsvorsitzender seiner Partei im schleswig-holsteinischen Landtag Christopher Vogt steht vor dem Landeshaus an der Kieler Förde. (Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild)

Kurskorrekturen bei der Flüchtlingspolitik verlangt die FDP. Das Land müsse die Kommunen noch stärker unterstützen, sagt Landtags-Fraktionschef Vogt.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Kiel (dpa/lno) - FDP-Fraktionschef Christopher Vogt hat einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik Schleswig-Holsteins gefordert. „Das Land muss eigene Aufnahme-Kapazitäten wieder aufbauen, um Druck vom Kessel zu nehmen“, sagte Vogt der Deutschen Presse-Agentur. Zwar gebe es weiter eine enorme Hilfsbereitschaft der Norddeutschen und herausragende Arbeit der Kommunen im Land. „Wir haben aber mittlerweile vor allem in den Städten kaum noch Wohnungen frei. Und das ist natürlich ein Problem für den Wohnungsmarkt.“

Das Land müsse den Kommunen in ähnlicher Form helfen wie vor einigen Jahren, als viele Menschen in den Norden kamen, sagte Vogt. „Damals wurden rund 25 000 Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes geschaffen, jetzt wurde deren Zahl auf gerade mal 6500 erhöht. Wir sind meilenweit entfernt von dem, was eigentlich benötigt wird.“ Städte und Gemeinden tragen derzeit eine enorme Last, so Vogt, und bräuchten mehr Landeshilfe.

Zwar sei derzeit nicht absehbar, wie viele Menschen in diesem Winter aus der Ukraine tatsächlich in den Norden kommen, sagte Vogt. „Angesichts der perfiden Strategie von Wladimir Putin, die Infrastruktur der Ukraine kaputt zu bomben und die Menschen ohne Strom und Wärme frieren zu lassen, dürften aber wahrscheinlich noch mehr Menschen aus der Ukraine Schutz in Osteuropa und auch in Deutschland suchen.“ Darauf müsse sich das Land vorbereiten und notfalls nachsteuern.

© dpa-infocom, dpa:221225-99-13837/2

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