Seenotrettung:Kein Beweis für die Pull-Faktor-These

Seenotrettung: Forscher haben untersucht, ob die Präsenz von Seenotrettern im zentralen Mittelmeer Migranten ermutigt, sich auf die gefährliche Überfahrt zu machen.

Forscher haben untersucht, ob die Präsenz von Seenotrettern im zentralen Mittelmeer Migranten ermutigt, sich auf die gefährliche Überfahrt zu machen.

(Foto: Nora Bording/AFP)

Eine Studie mit neuer Methodik widerspricht dem Vorwurf, Rettungsmissionen im zentralen Mittelmeer lockten mehr Migranten nach Europa.

Von Andrea Bachstein, München

Der Vorwurf steht im Raum, seit private Organisationen (NGOs) im Mittelmeer Bootsflüchtlinge vor dem Ertrinken retten: Ihre Präsenz ermutige mehr Migranten, die gefährliche Überfahrt in Schleuserbooten zu wagen. Die NGOs seien mit ihren Schiffen ein "Pull-Faktor", sie zögen also Bootsflüchtlinge mit Ziel Europa an. Besonders oft argumentieren rechte Politiker so, und auch in sozialen Medien stehen die NGOs unter Feuer als angeblich Schuldige für den Flüchtlingszustrom.

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