Migration:Jesiden fordern nahe Innenminister-Tagung Abschiebestopp

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Potsdam (dpa) - Während der Tagung der Innenminister in Potsdam haben Demonstranten einen generellen Abschiebestopp für Jesiden aus Deutschland in den Irak gefordert. Auf einem Plakat war am Donnerstag zu lesen: „Überlebende des Völkermords benötigen dauerhaften Schutz und Sicherheit.“ 

Der Bundestag hatte 2023 Verbrechen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Jahr 2014 an den Jesidinnen und Jesiden als Völkermord anerkannt. Die Terrormiliz zielte auf die Vernichtung der vor allem in der nordirakischen Sindschar-Region lebenden Minderheit ab. Zehntausende Menschen wurden getötet, verschleppt, versklavt und misshandelt.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) macht sich für einen Abschiebestopp stark und wollte in Potsdam mit ihren Länderkollegen für eine einheitliche Lösung werben. Frauen und Mädchen jesidischen Glaubens drohten im Irak nach wie vor schreckliche Gewalttaten, Zwangsprostitution sowie Verschleppung, argumentierte Behrens.

Mehrere Organisationen wollten am Donnerstag - dem Weltflüchtlingstag - auch vor dem Landtag in Potsdam gegen eine schärfere Asyl- und Migrationspolitik demonstrieren. 

© dpa-infocom, dpa:240620-99-470413/2

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