Einwanderung:Zerrissen zwischen Tunis und München

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Einwanderung: Nie hätte Abbes Errabeh gedacht, dass er und seine Frau Doudscha Denden zurückkehren werden nach Tunis. Seit elf Jahren sind sie jetzt zu Hause, aber richtig angekommen sind sie nicht.

Nie hätte Abbes Errabeh gedacht, dass er und seine Frau Doudscha Denden zurückkehren werden nach Tunis. Seit elf Jahren sind sie jetzt zu Hause, aber richtig angekommen sind sie nicht.

(Foto: Thore Schröder)

Abbes Errabeh war euphorisch, als er vor elf Jahren Bayern verließ und nach Tunesien zurückkehrte. Jetzt sitzt er dort mit seiner Frau, seine Kinder könnten bald alle wieder in Deutschland sein. Was also heißt das, Heimat?

Von Dunja Ramadan und Thore Schröder, München/Tunis

Abbes Errabeh sitzt in seinem Wohnzimmer in Tunis und schaut sich die Wiederholung eines Bundesliga-Spiels bei Sky an. Neben dem Fernseher liegen ordentlich gefaltete Gebetsteppiche, der Koran lehnt an der Wand. Während Lothar Matthäus über die Gladbacher Passivität in den Zweikämpfen schimpft, erzählt Errabeh von seinem Leben. Nicht mal in seinen wildesten Träumen hätte er gedacht, dass er hierher zurückkehren wird, zu seinen Geschwistern, seinem Café, seiner Moschee. "Ich dachte, ich muss in Deutschland sterben", sagt Abbes Errabeh.

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