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Migration:Diskrepanz bei Arbeitsplätzen

Die Qualität der Arbeitsplätze von Migrantinnen und Migranten und Personen ohne Migrationshintergrund unterscheidet sich einer Studie zufolge deutlich. Wie die am Dienstag veröffentlichte Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, schätzen Menschen mit ausländischen Wurzeln ihren Handlungsspielraum im Job erheblich schlechter ein als Beschäftigte ohne Migrationshintergrund. Migranten sind eher der Auffassung, dass ihr Arbeitsplatz ihnen relativ wenig Möglichkeiten bietet, ihre Kompetenzen und Qualifikationen selbstbestimmt einzusetzen und zu entwickeln. Der Studie zufolge bewerten 43 Prozent der weniger als zehn Jahre vor dem Erhebungszeitpunkt zugezogenen Migrantinnen und Migranten die ihrer Tätigkeit verbundene Autonomie als gering, in der Vergleichsgruppe der Beschäftigten ohne Migrationshintergrund sind es 27 Prozent. 57 Prozent schätzen die kognitiven Anforderungen als gering ein (ohne Migrationshintergrund 20 Prozent). Zugewanderte üben signifikant häufiger einfache Tätigkeiten aus, die geringer entlohnt und stärker körperlich belastend sind ().

© SZ vom 23.12.2020 / epd
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